Kimmich packte aus: warum psg so nah dran war!
München – Joshua Kimmich hat in einer überraschenden Offenbarung detailliert geschildert, wie knapp er am Wechsel zu Paris Saint-Germain war. In der neuen ZDF-Dokumentation „Kapitän Kimmich“ spricht der deutsche Nationalspieler offen über die schwierige Phase der Vertragsverhandlungen beim FC Bayern und die ernsthaften Überlegungen, die er angestellt hat.
Ein angebot, das verlockte: die dimensionen der psg-offerte
Die Summen, die PSG auf den Tisch gelegt hat, waren laut Kimmich „sehr, sehr krass“. Doch nicht das Geld allein war ausschlaggebend für seine Entscheidung. Vielmehr war es die Art und Weise, wie sich der französische Hauptstadtklub bei ihm beworben hat. Kimmich betont: „PSG war ein Verein, der sich sehr committet hat. Einer, den ich auch gar nicht so auf dem Zettel hatte.“ Er habe sich intensiv mit Sportdirektor Luis Campos und Trainer Luis Enrique ausgetauscht, was den Eindruck erweckte, er sei wirklich gewollt.
Die Signale aus München waren missverständlich. Kimmich gab zu, dass ihm das Gefühl vermittelt wurde, die Bayern seien offen für einen Abgang. Gespräche mit Sportvorstand Max Eberl hätten ihm bestätigt, dass ein Wechsel unter bestimmten Umständen möglich wäre. „Ich hatte das Gefühl, dass die Bayern sehr offen sind, mich abzugeben“, so der Kapitän.

95 Prozent für einen abschied: die zweifel nagten
Diese Erkenntnisse belasteten die Bindung von Kimmich zum Rekordmeister erheblich. Die Möglichkeit eines Wechsels nach Paris schien plötzlich real. „Zu 95 Prozent sehe ich es nicht kommen, dass ich hier verlängere“, gestand er in der Dokumentation. Die Verhandlungen drohten zu scheitern, und eine Fortsetzung seiner Karriere in München schien unwahrscheinlich.
Was letztendlich Kimmichs Entscheidung beeinflusste, waren nicht nur die sportlichen Aspekte, sondern auch die persönliche Ebene. Die Arbeit mit Bayern-Trainer Vincent Kompany und private Faktoren spielten eine entscheidende Rolle. Am Ende entschied sich der DFB-Kapitän doch für eine Verlängerung seines Vertrages bis 2029. Ein Coup für den FC Bayern, der sich damit einen absoluten Top-Mann langfristig sichern konnte.
Die Enthüllungen Kimmichs werfen ein neues Licht auf die jüngsten Ereignisse im deutschen Fußball. Es zeigt, dass selbst bei etablierten Spielern und Klubs die Zukunft ungewiss sein kann und dass die Entscheidungsfindung oft komplexer ist, als es nach außen hin scheint. Kimmichs Entscheidung, in München zu bleiben, ist ein Zeichen der Loyalität und des Vertrauens in den Verein, aber auch ein Beweis dafür, dass die menschliche Komponente im Fußball manchmal über rein sportliche Aspekte entscheidet. Der FC Bayern kann aufatmen – sein Kapitän gehört ihm weiterhin.
