Kimi antonelli: mit 19 jahren schon formel-1-profi bei mercedes
Er hat geweint. Mitten in der Saison, irgendwo zwischen den Hochglanz-Shootings und den Interviews und dem Lärm der Boxengasse, hat Andrea Kimi Antonelli geweint und sich gefragt, ob er wirklich hierher gehört. In die Formel 1. Zu Mercedes. In eine Welt voller Haie, wie er selbst sagt. Dass er diese Frage heute mit einem ruhigen Lächeln beantwortet, sagt mehr über ihn aus als jede Rundenzeit.

Ein jahr, das ein leben verändert
Vor zwölf Monaten saß er in Melbourne in der Startaufstellung und konnte kaum glauben, was er sah: Lewis Hamilton, direkt neben ihm. Ein Pilot, dem er als Kind zugejubelt hatte, jetzt ein Kollege. Neunzehn Jahre alt, und schon mittendrin im härtesten Zirkus des Motorsports. Kein Umweg über ein Mittelfeld-Team, kein sanfter Einstieg. Toto Wolff hatte ihn direkt ins tiefe Wasser geworfen.
Was folgte, war kein Märchen. Es war echter Leistungssport mit allem, was dazugehört. Zur Saisonmitte verlor Antonelli das Vertrauen in das Auto, dann in sich selbst. „Ich habe viel geweint
