Kiel gegen nexe, melsungen gegen porto: dhb-duell im viertelfinale
Montagmorgen, 7.30 Uhr, und die European League hat ihre nächste Bombe gelegt: Erstmalig seit der Reform treffen zwei deutsche Klubs im Viertelfinale aufeinander – Flensburg gegen Hannover. Die restliche Bundesliga schaut weg, denn der Sieger rückt ans große Fenster. Das Final4 in Köln wartet.
Flensburgs 33:33 reicht – hannover wartet mit messer zwischen den zähnen
38:32 in Skanderborg, 33:33 daheim – Johannes Golla und Co. spielten mit dem Feuer, doch die Rechnung ging auf. Jetzt steht Lars Kaufmann vor seinem alten Klub. Hannover schickt Videos an die EHF, in denen die Rückraumwürfe von Domen Novak wie Handgranaten aussehen. Flensburgs Analysten kontern mit Statistiken: In den letzten fünf Pflichtspielen kassierte Hannover durchschnittlich 31,4 Gegentore. Die Botschaft: Wir schießen euch weg.

Thw kiel reist nach kroatien – und trägt den bullenaufschlag im gepäck
RK Nexe Našice war in Kristianstad eine Bank, drehte einen 14:15-Pausenrückstand in einen 32:27-Kantersieg. Nun kommt der deutsche Rekordmeister. Filip Jícha hat die Videos gesehen: Našice läuft 5-1-Deckung, wechselt aber in Ballbesitz ruckartig auf 4-2. Kiels Antwort: Domagoj Duvnjak als libero im Mittelblock, Sander Sagosen als Verteiler aus der Distanz. Die Kroaten haben noch nie ein Final4 erreicht – diese Statistik wollen sie reißen.

Melsungen gegen porto – das unterschätzte feuertaufe
29:35 in Fredericia, 35:26 daheim – MT Melsungen feierte die größte Aufholjagd des deutschen Klubhandballs in dieser Saison. Torwart Dejan Simic hielt in der zweiten Hälfte 45 Prozent, Hampus Darnoul traf sieben Mal aus dem Rückraum. Nun wartet der FC Porto, die körperlichste Abwehr Europas. Trainer Roberto García Parrondo flog extra nach Portugal, um das 26:22 gegen Sporting Lissabon zu analysieren. Sein Fazit: „Die ziehen dich in den Sog, dann ersticken sie den Kreisläufer.“ Melsungen will mit Tempo dagegenhalten – 7 gegen 6, sobald Porto das Spiel verlangsamt.
Die Termine stehen: 28. April und 5. Mai. Vier Spiele, vier deutsche Vertreter, ein Ziel. Die European League liefert das Viertelfinale, das die Bundesliga erzittern lässt. Und ganz nebenbei: Wer hier durchkommt, trägt das deutsche Logo ins Final4 – und das Geld spricht klare Sprache: 250.000 Euro Prämie für den Sieger, plus TV- und Sponsoreneinnahmen. Die Uhr tickt. Der Ball rollt. Der Rest ist Handball pur.
