Kicker-managerspiel: wintertransfer-tipps und die marshmallow-strategie

Kicker-managerspiel: wintertransfer-tipps und die marshmallow-strategie

Nikolai Sameith, Experte und Betreiber eines erfolgreichen Youtube-Kanals zum kicker-Managerspiel Interactive, gibt im Gespräch mit uns Einblicke in seine Strategie für die Wintertransferphase. Er verrät, warum man nicht einfach die Spieler der Konkurrenz kopieren sollte und welche Rolle das sogenannte Marshmallow-Prinzip bei seinen Entscheidungen spielt.

Die herausforderung der wintertransfers

Die Wintertransferphase im kicker-Managerspiel stellt eine besondere Herausforderung dar. Sameith betont, dass die richtige Strategie stark davon abhängt, welches Ziel man verfolgt und auf welchem Platz man sich aktuell befindet. Steht man hinten, muss man riskieren und versuchen, die Konkurrenz zu überholen. Führt man hingegen die Tabelle an, gilt es, die Position zu verteidigen.

Nicht blind der masse folgen

Nicht blind der masse folgen

Ein zentraler Tipp von Sameith: „Kauft nicht die Spieler, die alle kaufen!“ Wer einfach die beliebtesten Spieler verpflichtet, verliert schnell den Anschluss. Um erfolgreich zu sein, muss man eine eigene Idee entwickeln und sich von der Masse abheben. Insbesondere im oberen Bereich der Gesamtwertung ist es wichtig, aus dem Rahmen zu fallen.

Das marshmallow-prinzip im managerspiel

Das marshmallow-prinzip im managerspiel

Sameith erklärt seine Herangehensweise mit dem Marshmallow-Prinzip. Dieses besagt, dass viele Menschen lieber sofort eine kleine Belohnung (ein Marshmallow) nehmen, anstatt in Zukunft eine größere Belohnung zu erhalten. Im Managerspiel bedeutet das, dass man bewusst auf Spieler setzt, die kurzfristig vielleicht nicht die höchste Punktzahl versprechen, aber langfristig ein großes Potenzial haben.

Persönliche transfers im winter

Im eigenen Team hat Sameith beispielsweise Koki Machida nach dessen Kreuzbandriss verkauft. Außerdem trennte er sich von Ritsu Doan (Eintracht Frankfurt) und Muhammed Damar sowie Fisnik Asllani, um Platz für Harry Kane zu schaffen. Die Verpflichtung von Kane wurde mit dem Kalkül gemacht, dass er über die gesamte Saison hinweg eine hohe Punktausbeute erzielen wird.

Aktuelle beobachtungen und empfehlungen

Sameith empfiehlt, auf aufstrebende Teams wie Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig zu setzen und nicht an der Vergangenheit festzuhalten. Er weist darauf hin, dass Spieler wie Andrej Kramaric und Chris Führich oft unterschätzt werden, während andere Spieler, wie Christoph Baumgartner, zu beliebt sind. Er rät auch, bei der Verpflichtung von Spielern, die am Afrika-Cup oder Asien-Cup teilnehmen, nicht zu zögern, da kurzfristige Ausfälle oft überbewertet werden.

Die deadline-day-strategie

Ein cleverer Trick von Sameith ist die Nutzung der Deadline-Day-Wechselmöglichkeit im September. Er tauschte Ibrahim Maza gegen Serge Gnabry und machte den Tausch im Winter rückgängig, wodurch er Maza zurück im Team hatte und gleichzeitig vier freie Wechsel zur Verfügung stand. So simulierte er quasi fünf Neuzugänge in der Winterpause.

Die bedeutung von restbudget

Sameith betont die Wichtigkeit eines hohen Restbudgets. Er empfiehlt, immer mindestens zwei Millionen Restbudget zu haben, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Mit einem hohen Budget kann man Spieler günstig aufwerten und somit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erlangen.

Risiko und blockbildung

Um sich gegen 153.000 Konkurrenten durchzusetzen, braucht man laut Sameith volles Risiko und Blockbildung – also das Setzen auf mehrere Spieler aus denselben Teams, die gemeinsam erfolgreich sind. Man muss die Teams finden, die die Erwartungen übertreffen, und diese mit einzelnen Topspielern ergänzen.

Eigene präferenzen vs. rationale entscheidungen

Sameith gesteht ein, dass er in seinem eigenen Team oft von persönlichen Vorlieben geleitet wird und Spieler wählt, die ihm vom Fußballtyp her gefallen, auch wenn dies nicht immer rational ist. Er betont jedoch, dass dies nicht seine allgemeine Empfehlung ist.

Talente und langfristige perspektiven

Bezüglich junger Talente wie Lennart Karl, Said El Mala oder Yan Diomande rät Sameith zur Vorsicht. Die Leistungen junger Spieler sind oft unbeständig. Er empfiehlt, Spieler zu finden, die ihre Leistungen relativ einfach wiederholen können, anstatt auf kurzfristige Erfolge zu setzen.