Kehrmann packt aus: magdeburg wieder stark – und lemgo will überraschen!

Die Handball-Bundesliga steht vor dem Neustart, und TBV Lemgo-Lippe-Coach Florian Kehrmann hat sich bereits zum Thema Meisterschaft geäußert. Während er Magdeburg als klaren Favoriten sieht, gibt er auch zu, dass die Liga unberechenbar ist und er selbst offen für neue Angebote ist – inklusive Bundestrainer-Posten.

Ein blick zurück und die neue herausforderung

Die vergangene Saison war für den TBV Lemgo-Lippe eine erfolgreiche. Platz fünf in der Bundesliga und der dritte Platz im DHB-Pokal waren mehr als viele erwartet hatten. Doch Kehrmann blickt nach vorne und betont, dass jede neue Saison bei null beginnt. „Wir vergleichen uns nicht mit der alten Saison. Wir wollen Punkt für Punkt sammeln und uns darauf konzentrieren, was wir im Hier und Jetzt beeinflussen können.“

Die Liga verspricht Spannung, denn Kehrmann ist sich sicher: „Außer Magdeburg kann man nichts vorhersagen.“ Er warnt vor dem Unterschätzen von Teams wie dem THW Kiel und Gummersbach, die mit ihren neuen Spielern und Trainern das Potenzial haben, überraschen zu können. Alex Dujshebaev in Gummersbach ist dabei ein besonderer Faktor, der die Konkurrenz vor eine neue Herausforderung stellt.

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O'sullivan verstärkt die lemgoer bank

Ein wichtiger Baustein für die kommende Saison ist die Verpflichtung von Christian O'Sullivan. Der 34-jährige Norweger, der zuvor zehn Jahre beim SCM Magdeburg spielte, wechselt nach Lemgo und soll mit seiner Erfahrung die Mannschaft verstärken. „Das war nicht einfach“, gesteht Kehrmann, denn O'Sullivan habe lange überlegt, ob er überhaupt noch einmal innerhalb der Bundesliga wechseln wolle. Seine Unterschrift ist ein echter Coup für den TBV.

Die zukunft gehört der nationalmannschaft?

Die zukunft gehört der nationalmannschaft?

Kehrmann selbst hat einen Vertrag bis 2027 beim TBV Lemgo-Lippe, doch sein Name fällt immer wieder im Zusammenhang mit dem Bundestrainer-Posten. Der 49-Jährige weicht der Frage jedoch aus: „Dazu werde ich nichts sagen.“ Er betont, dass er sich aktuell voll und ganz auf seine Arbeit in Lemgo konzentriert. Dennoch verrät er, dass er „irgendwann gerne mal Nationaltrainer“ sein würde – „von welcher Nation auch immer.“

Die Ambitionen des Weltmeisters von 2007 sind klar: Er ist offen für „jedes Angebot, egal von welchem Klub oder Verband“. Doch im Moment zählt nur der TBV Lemgo-Lippe und der Kampf um die Punkte in der Handball-Bundesliga. Das Signal ist klar: Kehrmann lässt sich nicht in die Karten schauen, sondern beobachtet das Geschehen aufmerksam – und ist bereit, bei der passenden Gelegenheit zuzuschlagen. Die Liga kann sich auf einen aufgewachten Coach und seine Mannschaft freuen.