Karriere nach der Karriere: Vom Biathleten zum Problemlöser – Benedikt Doll findet Spaß am Fehlerfinden

Stand: 06.08.2026 • 20:45 Uhr Benedikt Doll, der 2017 Weltmeister und zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinner im Biathlon, hat seine Karriere 2024 beendet und strebt nun eine Ausbildung zum Elektroniker an. Der Schwarzwälder findet in seinem neuen Berufsfeld eine neue Leidenschaft: das Aufspüren und Beheben von Fehlern.

Konzentration und Präzision im neuen Job

Voller Konzentration prüft Benedikt Doll einen Schaltplan. Mit ruhiger Hand und Fokus steckt er die Kabelenden in der Werkstatt seines Ausbildungsbetriebs in Freiburg an die richtigen Stellen. Er arbeitet an einem Schaltschrank für eine Lüftungsanlage, die demnächst in einem Schwimmbad installiert werden soll. Diese Aufgabe erfordert höchste Präzision, genau wie in seiner Zeit als Biathlet.

Von der Skisporre zur Werkstatt

Von der Skisporre zur Werkstatt

Der frühere Spitzensportler hat das Gewehr und die Langlaufski gegen einen Werkzeugkoffer und die Berufsschulbank eingetauscht. "Wenn bei einer Anlage irgendetwas nicht mehr funktioniert, sieht man den Fehler manchmal nicht sofort. Ihn dann zu finden – das macht mir am meisten Spaß", erklärt Doll mit einem Lächeln. Diese Freude am Detektivspiel ist ihm nicht fremd: Schon als Kind zerlegte er im Hotel seiner Eltern Drucker und Computer, um zu verstehen, wie sie funktionieren.

Ein neuer Herausforderung nach der Karriere

Ein neuer Herausforderung nach der Karriere

Für Doll war es wichtig, nach seiner erfolgreichen sportlichen Karriere eine neue Herausforderung zu suchen. Der 36-Jährige wollte sich ausprobieren und etwas völlig anderes machen. Seine Familie ist sportlich geprägt, und er begann im Alter von sieben Jahren mit dem Biathlon. Er etablierte sich im Hochleistungssport, nahm an zwei Olympischen Winterspielen teil und feierte 2018 in Südkorea zwei Bronzemedaillen. Sein größter Erfolg war jedoch ein Jahr zuvor.