Karazor schimpft: „das darf bei uns nicht reinommen werden!“
München – Die Niederlage beim FC Bayern schmerzt den VfB Stuttgart, aber nicht nur die Gegentore waren das Problem. Stattdessen sorgte die Reaktion der Mannschaft darauf für heftige Kritik von Kapitän Atakan Karazor. Ein Appell an die Kollegen, verbunden mit einer Kampfansage an die Bayern – und einer unerwarteten Döner-Episode.
Der ärger über das kopf-hoch-lassen
Das 2:4 in München war für den VfB zwar eine Niederlage, die man sich notierte, doch was Karazor wirklich auf die Palme brachte, war die vermeintliche Resignation in den entscheidenden Minuten. „Was mich ärgert, war, dass ich in diesen fünf, sechs Minuten das Gefühl hatte, dass wir einfach die Köpfe hängen lassen. Das darf nicht passieren!“, polterte der Kapitän. Ein klares Signal an die Mannschaft, dass man auch in schwierigen Situationen nicht aufgeben darf.
Die Anfangsphase war vielversprechend, eine Führung sogar möglich gewesen. Doch dann kassierte der VfB innerhalb kürzester Zeit Treffer, die auf individuelle Fehler zurückzuführen waren. Das war zwar ärgerlich, aber für Karazor nicht die Hauptursache des Problems.

Die döner-szene und der appell an die bayern
Noch pikant wurde die Situation, als die VfB-Spieler nach dem Spiel prompt mit ansehnlichen Dönerboxen durch die Allianz-Arena schlenderten. Ein Bild, das angesichts der Niederlage und der anschließenden Kritik des Kapitäns etwas unpassend wirkte. Karazor selbst machte bei den Medienvertretern Halt mit seiner Box und äußerte sich empört: „Das darf nicht passieren! Das darf auf gar keinen Fall irgendwie bei uns reinkommen!“
Doch der Döner blieb nicht das einzige Thema. Der Kapitän ließ auch ein wenig auf die Bayern anspielen. „Ich denke, die Jungs drüben machen das genauso. Die spielen einfach so weiter, als ob nichts gewesen wäre. Solche Dinge imponieren mir einfach.“

Ein blick nach vorne: augenhöhe mit bayern in zwei jahren
Karazor zeigte sich trotzdem überraschend optimistisch. Er räumte ein, dass der VfB in mancherlei Hinsicht noch nicht auf Augenhöhe mit den Bayern ist, doch betonte: „Wir sind auf irgendeine Art und Weise auf Augenhöhe mit Bayern und auf irgendeine Art und Weise wiederum nicht. Das wird das Ziel in der Zukunft sein – und ich rede da von ein oder zwei Jahren: dass wir mit solchen Spielern und solchen Mannschaften mithalten, dass wir in ein paar Jahren vielleicht, vielleicht noch aktiver auch da oben mitspielen können.“
Die Aufgabe für den VfB ist klar: Mentalität stärken, Fehler minimieren und den unbedingten Willen zeigen, auch in brenzligen Situationen bestehen zu können. Und vielleicht in zwei Jahren tatsächlich mal ernsthaft um die Vormachtstellung in der Bundesliga kämpfen.
