Kane verteidigt tuchel: „noch ein level möglich“

Die Stimmung im englischen Nationalteam schien kurzzeitig zu kippen, doch Harry Kane hat nun deutlich die Seiten gewechselt. Nach dem knappen 2:1-Sieg im WM-Viertelfinale gegen Norwegen, bei dem Thomas Tuchel seine Mannschaft öffentlich kritisierte, schlug Jude Bellingham überraschend zurück. Nun stellt sich der Kapitän hinter seinen Coach und relativiert die hitzige Debatte.

Tuchels anspruch: mehr von den stars sehen

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Tuchel hatte unmittelbar nach dem Spiel seine Unzufriedenheit deutlich zum Ausdruck gebracht, obwohl sein Team sich für das Halbfinale qualifiziert hatte. „Ich bin mit der Leistung der Spieler nicht zufrieden. Wir haben uns das Spiel selbst unglaublich schwer gemacht“, so der deutsche Trainer. Diese Worte sorgten für Verwirrung bei Bellingham, der sich angesichts der schwierigen Spielbedingungen gegen ein starkes norwegisches Team ungerecht behandelt fühlte. Er argumentierte, dass Tuchel möglicherweise nicht wisse, wie es sich anfühle, gegen Haaland, Ödegaard und Co. zu spielen.

Kane sieht die Sache jedoch anders. Er betont, dass Tuchel versucht, das Beste aus dem Team herauszuholen und dass sie das Potenzial haben, noch besser zu spielen. „Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt“, erklärte der Bayern-Star. Er verdeutlicht, dass der Trainer die Spieler dazu ansporne, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. „Wenn er uns trainieren sieht und unsere Geschlossenheit sieht und auch sieht, zu was wir in der Lage sind, dann möchte er diese Version von uns auch in den Spielen sehen.“

Die Kritik am Team scheint nun abgefedert, und Kane unterstreicht die Notwendigkeit, die positive Atmosphäre beizubehalten. „Wir haben versucht, ein positives Umfeld zu entwickeln und jetzt, wo wir unter den letzten vier Teams sind, sollten wir das genauso fortführen.“ Die bevorstehende Aufgabe gegen Argentinien im Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr) stellt eine weitere große Herausforderung dar, doch Kane ist zuversichtlich: „Wir spielen gegen eines der besten Teams der Welt. Das Gute ist doch, dass wir in einem Halbfinale stehen und immer noch das Gefühl haben, wir können es noch besser.“

Während die Diskussionen um Tuchels Taktik und die Form einzelner Spieler weitergehen, bleibt die Tatsache bestehen: England hat das Halbfinale erreicht und muss sich nun auf den Argentinischen Gegner konzentrieren. Die Leistung gegen Norwegen war zwar nicht optimal, aber das Team hat bewiesen, dass es in der Lage ist, unter Druck zu bestehen. Der Fokus liegt nun auf der Verbesserung und der Maximierung des Potenzials – eine Aufgabe, die Tuchel und seine Spieler gemeinsam angehen wollen.