Kanada schockt die wm: david mit historischem dreierpack!

Doha – Die Fußballwelt staunt! Jonathan David, der kanadische Stürmer, hat bei der Weltmeisterschaft in Katar eine Leistung gezeigt, die in 44 Jahren nicht mehr für Kanada erreicht wurde. Der Angreifer, der bei Juventus Turin zuletzt eher unter dem Radar gespielt hatte, bescherte seiner Mannschaft einen überraschenden 6:0-Erfolg und schrieb damit Geschichte.

Ein smartphone mit eingebautem kompass

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Die Kritik an David in Turin war nicht von der Luft geholt. Sechs Tore in der Serie A, zwei in der Champions League – alles in allem eine enttäuschende Saison für den Spieler, der einst als Torjäger versprach. Doch gegen Katar offenbarte er eine andere Seite. Sein erstes Tor, ein unglaublicher Volley-Drehschuss nach präzisem Zuspiel von Buchanan, war schlichtweg brillant. Ein 360-Grad-Dreh mit dem Ball – Fußballkunst auf höchstem Niveau. Das war nicht nur ein Tor, sondern ein Statement.

Doch die Geschichte von David ist mehr als nur Tore. Nach einem vergebenen Elfmeter und einem missglückten Kopfballversuch schien er zunächst wie gefangen. Dann aber, dieser Moment, der alles veränderte, diese unglaubliche Wendung. Jesse Marsch, der kanadische Nationaltrainer, hatte ihn gewarnt und gefordert: „Jonathan wird in den wichtigen Spielen treffen – und er wird nicht aufhören.“ Diese Worte scheinen sich zu bewahrheiten. Der Treffer erinnerte an Paolo Rossi, der 1982 in Spanien ebenfalls einen Dreierpack erzielte und damit eine ganze Nation in Ekstase versetzte. 44 Jahre mussten die Juventini warten, bis wieder ein Spieler dieses Kunststück im WM-Einsatz vollbrachte.

Ein Moment der Besinnung Neben dem Jubel schlug die Situation aber auch einen traurigen Zug. Ein schwerer Beinbruch von Ismael Koné ließ David tief nachdenken. Bilder zeigen ihn, wie er sich das Gesicht in die Hand vergräbt und weint – Tränen der Anteilnahme und des Mitgefühls. Dieser Moment offenbarte seine Menschlichkeit, die über den Sport hinausgeht. Er widmete seine Tore seiner verstorbenen Mutter Rose, die er einst mit einem Blumenstrauß auf dem Spielfeld ehrte und an den Himmel erhob.

Die Diskrepanz zwischen seiner Leistung bei Juventus und seinem Auftritt bei der WM ist bemerkenswert. Während er in Turin oft unglücklich wirkte, blüht er unter Jesse Marsch auf. Spalletti, der italienische Trainer, bemängelte stets, dass David in eine „Prigion“ gerate, wenn man ihm den Ball einfach nur zuwarf. Marsch hingegen lobt ihn als „den intelligentesten Spieler, den ich je trainiert habe.“ Ein kleiner Unterschied, aber mit großer Wirkung.

Die Weltmeisterschaft ist eben ein solches Biotope, in dem plötzlich alles möglich scheint. Ein Spieler, der gestern noch im Schatten stand, kann heute zum Helden werden. Ein Beweis dafür, dass der Glaube an einen Menschen – und an sein Können – Berge versetzen kann.