Juventus-notfall: spalletti räumt sturm-chaos offenbar ein
Spalletti hat keinen echten Mittelstürmer mehr – und genau das zeigt sich jetzt im Tabellenkeller. In Udine rotierte er durchs halbe Angriffsarsenal, nur die beiden echten Neunern blieben sitzen: David kam in der 93. Minute, Openda gar nicht. Ein symbolischer Tiefschlag für zwei Transfers, die eigentlich die Lücke von Vlahovic schließen sollten.
Der plan hinter der notlösung
Statt auf Profil setzt der Trainer auf Vielseitigkeit. McKennie, Koopmeiners, Boga – sie alle probierten sich als „falsche Neun“, weil sie sich auch hinten reindrängen. David und Openda aber sind Spezialisten ohne Raum: Der Kanadier will zwischen den Linien kombinieren, der Belgier braucht Tiefe. Gegen Udines tiefstehende Kette war beides Gift.
Die Statistik lügt nicht: In den letzten 270 Minuten ohne Vlahovic schoss Juventus nur zwei Mal aufs Tor – beide Schüsse stammten von Verteidigern. Die Notlösungen wirken, weil sie Laufwege verstellen, aber keine Klappe mehr einschlagen. Das 1-0 in Udine fiel erst, als Yildiz wieder auf seine natürliche Außenposition auswich und einen Doppelpass mit Conceiçao lancierte.

Milik und vlahovic: comeback statt knall
Der am Montag zurückkehrende Vlahovic soll gegen Sassuolo von Beginn an durchstarten – zumindest laut Medizin-Room. Intern heißt es, er fühle sich „freier, aber noch nicht explosiv“. Milik absolvierte bereits zwei volle Einheiten, doch sein Knie schwillt nach Belastung noch an. Fakt ist: Beide sind noch keine 90-Minuten-Lösung.
Spalletti muss also weitermachen mit dem, was er hat: einem Sturm, der sich laufstark, aber torblind präsentiert. Solange die Not-Neunen treffen, klappt die Taktik. Die Frage ist nur, wie lange Glück und Lattenkreuz noch mitspielen. Denn wenn die Torgefahr fehlt, reicht auch der beste Ballbesitz nicht für Platz eins.
