Juventus: spalletti krempt gegner mit aggressivem pressing
Turin bebt! Unter der Leitung von Trainer Luciano Spalletti hat die Juventus Turin eine beeindruckende Transformation vollzogen. Nicht mehr nur eine Abwehrmacht, sondern eine Mannschaft, die den Gegner mit aggressivem Pressing dominiert – eine Entwicklung, die die Serie A in Atem hält.

Die neue juve: pressing als beste verteidigung
Das alte Fußball-Bonmot „Die beste Verteidigung ist ein starker Angriff“ scheint bei der Juventus unter Spalletti zur neuen Leitlinie geworden zu sein. Die Bianconeri sind nicht mehr nur darauf bedacht, sich sicher hinten einzurahmen, sondern setzen aggressiv nach Ballverlusten nach, um den Gegner unter Druck zu setzen und schnell wieder in Ballbesitz zu kommen. Diese taktische Neuausrichtung hat bereits jetzt spürbare Erfolge erzielt.
Die Zahlen lügen nicht: Seit Spallettis Amtsübernahme in der 10. Spieltag ist die Juventus in der Serie A führend, wenn es um Offensiv-Recoveries (189), Torschüsse nach Offensiv-Recoveries (39) und gewonnenen Ballbesitzen im letzten Drittel (113) geht. Ein signifikanter Unterschied zu den Zeiten unter Thiago Motta und insbesondere zu Max Allegri, dessen Mannschaften oft eher auf Konteraktionen setzten.
Spalletti hat eine klare Strategie: Nicht nur darauf zu warten, dass der Gegner Fehler macht, sondern diese aktiv zu provozieren. Entweder durch sofortigen Ballgewinn nach Ballverlust, oder durch das Schließen aller Passwege, um den Gegner zu einem unbedachten Spielzug zu zwingen. Diese Taktik erfordert eine enorme Fitness und Disziplin, die die Juve-Spieler offensichtlich unter Spalletti entwickelt haben.
Während Tudor bereits versuchte, einen aggressiven Pressing-Stil zu implementieren – mit durchschnittlich 7,25 Offensiv-Recoveries und 4,125 im letzten Drittel – hat Spalletti diese Entwicklung nochmals deutlich verstärkt. Er setzt auf eine direktere und intensivere Art des Pressings, die den Gegner früh unter Druck setzt.
Die Konkurrenz, allen voran die Roma unter Gian Piero Gasperini, versucht zwar ebenfalls, den Gegner früh zu stören, doch die Juventus hat sich hier in den letzten Wochen deutlich verbessert. Auch die Inter, die Tabellenführer, kann in einigen Bereichen nur schwer mithalten. Milan und Napoli hinken den Bianconeri in puncto Pressing um 25% bzw. 29% hinterher – ein deutlicher Beweis für die Effektivität von Spallettis Taktik.
Mit nur noch sechs Spieltagen bis zum Saisonende kann die Juventus auf eine beeindruckende Entwicklung zurückblicken. Die Kombination aus Tudor's initialem Ansatz und Spallettis taktischer Finesse hat die Mannschaft zu einer der stärksten in der Serie A gemacht. Und mit nur einem Spiel pro Woche können die Spieler ihre Kräfte optimal bündeln, um diesen intensiven Spielstil aufrechtzuerhalten.
Die Ära Spalletti hat nicht nur die Spielweise der Juventus verändert, sondern auch die Erwartungen der Fans. Nach Jahren der Stagnation unter Allegri scheint die Mannschaft wieder auf dem Weg zurück an die Spitze der italienischen Fußballlandschaft zu sein – und das mit einer neuen, dynamischen Spielweise. Ein klares Zeichen dafür, dass der Juve-Fußball wieder aufregend und erfolgreich werden kann.
