Juventus: nur noch wenige stars für die wm – ein zeichen des umbruchs?
Turin – Die Zeichen stehen auf Veränderung bei Juventus Turin. Während andere italienische Topklubs bereits fleißig ihre Kader für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zusammenstellen, sieht es für die Bianconeri düster aus. Die Anzahl der potenziellen Nationalspieler ist so gering wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Ein blick zurück: juventus als serienlieferant für die wm
Juventus war in der Vergangenheit stets ein Garant für zahlreiche Spieler in den WM-Kadern italienischer Vereine. Besonders in Erinnerung geblieben ist das Jahr 2006, als stolze 13 Juventini an der Weltmeisterschaft in Deutschland teilnahmen – acht davon standen sich im Finale zwischen Italien und Frankreich gegenüber. Doch die Zeiten haben sich geändert. Nach dem Calciopoli-Skandal und einer schwierigen Saison folgte 2010 ein Tiefpunkt mit nur neun Nationalspielern. Nun scheint sich ein ähnliches Szenario abzuzeichnen.
Aktuell stehen lediglich Holm (Schweden) und Bremer (Brasilien) als sicher fest. Kenan Yildiz (Türkei), Weston McKennie (USA), Jonathan David (Kanada), Francisco Conceição (Portugal) und Juan Cabal (Kolumbien) haben gute Chancen, sich einen Platz zu sichern. Teun Koopmeiners’ Situation ist hingegen ungewiss. Pierre Kalulu und Khephren Thuram, beide geplagt von Verletzungen, werden wohl fehlen.
Die Bilanz: Maximal acht Spieler – ein Wert, der im neuen Jahrtausend für Juventus ein historischer Tiefstand wäre. Im Vergleich dazu schickt Inter Mailand, der amtierende italienische Meister, vermutlich eine deutlich größere Delegation ins Ausland. Die geringe Anzahl an Nationalspielern ist ein deutliches Indiz für den aktuellen Umbruchsprozess im Verein und die Suche nach neuen Führungsfiguren und internationalen Stars.
Die Tatsache, dass Juventus in der Vergangenheit so oft die meisten Spieler für die Nationalmannschaften stellte, unterstreicht die Bedeutung des Vereins im italienischen Fußball. Der aktuelle Zustand wirft jedoch Fragen auf: Kann Juventus die Lücke schließen und wieder zu einer dominierenden Kraft in Europa und Italien werden? Die kommenden Transferperioden werden entscheidend sein.
