Juve zwingt vlahovic in die knie – der verletzte muss jetzt sparen oder gehen
Dusan Vlahovic sitzt wieder in der Reha-Abteilung, sein Muskelbündel zieht sich zusammen wie ein Feuerzeug, das keinen Funke mehr gibt. Mindestens drei Wochen Pause, vielleicht vier. Damit dürfte die Saison für ihn gelaufen sein – und mit ihr die letzte Illusion, mit starken Leistungen noch einmal Gehalt und Prestige zu retten.
Die Zahlen sind gnadenlos: Erst neun Ligaspiele in dieser Spielzeit, kein einziges seit November ohne erneuten Rückschlag. Für einen Stürmer, der zwölf Millionen Euro netto kassiert, ist das ein Bankrott in Echtzeit.
Juventus dreht die löhne runter – und vlahovic hat kaum druckmittel
Die Klubführung um Cristiano Giuntoli hat schon vor Wochen kalkuliert: Neuer Vertrag bis 2027 oder 2028, dafür fast fünfzig Prozent weniger Fixgehalt. Statt zwölf nur noch sechs, maximal sieben Millionen plus Prämien. Die Antwort des Serben ließ auf sich warten – bis seine Wade erneut den Dienst verweigerte.
Jetzt liegt der Ball auf Juves Seite. Kein Top-20-Klub in Europa signalisierte ernsthaftes Interesse, Barcelonas Anruf blieb ein Ping ohne Echo, Mailand zog sich bei der ersten Gehaltsforderung zurück. Was bleibt, ist ein Spieler, der im Sommer 2026 ablösefrei wäre und bis dahin seine Marktwertkurve wie ein Flugzeug ohne Triebwerke abstürzen sieht.
Die Verhandlungen laufen weiter, wie Sportdirektor Marco Ottolini nach dem 1:0 gegen Genua bestätigte. „Wir reden, beide Seiten wollen Klarheit“, sagte er. Klar ist nur: Je länger Vlahovic ausfällt, desto klarer wird die Machtverteilung.

Spalletti mag ihn – aber auch der trainer zählt tore, nicht gute absichten
Luciano Spalletti schwärmt seit seinem Amtsantritt von der „intelligenten Laufarbeit“ des Serben. Doch selbst der Nationalcoach kann keine Tore einlösen, die nicht erzielt werden. Vlahovic wollte ursprünglich mit einer Torlawine in die Europameisterschaft gehen, stattdessen schaute er vom Balkon der belgrader Bar „Madera“ zu, wie seine Mitspieler scheiterten. Auch deshalb blieb die erhoffte Auktion aus.
Juve plant bereits ohne ihn. Lewandowski und Kolo Muani stehen auf der Liste, beide wären teuer, aber nicht so teuer wie ein verletzter Vlahovic mit zwölf Millionen Gehalt und kaum Transferwert. Die Alternative: Ein kurzer Vertragsverlängerung zum Discountpreis, damit der Klub im Sommer 2025 noch eine ansehnliche Ablöse kassieren kann.
Für Vlahovic heißt es also: unterschreiben und sparen – oder im Sommer mit leeren Taschen und ramponiertem Körper auf dem Markt landen. Die Uhr tickt laut. Und die Wade tut weh.
