Juve zerlegt udinese – mckennie zeigt, wo der hammer hängt

Keine Zeit für Selbstzweifel. Wenn die Juve am Samstagabend in Udine anrollt, muss sie gewinnen, sonst fliegt sie aus dem Champions-League-Rennen. Weston McKennie spielte gegen Udinese schon im Dezember im Coppa Italia – damals riss er den Ball an sich wie ein Rucksack, diesmal will er die ganze drei Punkte einpacken.

Udinese will die großen ärgern – zaniolo ist brandgefährlich

Udinese will die großen ärgern – zaniolo ist brandgefährlich

Die Friulaner glichen zuletzt in Bergamo gegen Atalanta, und Nicolò Zaniolo treibt seine Formkurve steil nach oben. Drei Tore in den letzten vier Partien – das reicht, um die Abwehr von Spalletti zu verunsichern. Aber die Statistik spricht eine klare Sprache: Juventus verlor nur eines der letzten 15 Gastspiele in Udine.

Die Buchmacher zahlen auf Over 1,5 Tore der Gäste 1,73 – ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn die Bianconeri trafen in vier der jüngsten fünf Auswärtsspiele mindestens doppelt. Bei Bet365 liegt das Both-Teams-to-Score-Ticket bei 2,00 – verlockend, weil Udinese in den letzten beiden Heimauflagen traf und kassierte.

Luciano Spalletti kann nicht mehr rückwärtsgehen. Nach der Champions-League-Pleite gegen Galatasaray folgte ein 0:1 in Parma, und die Meisterschaft wird zur einzigen Rettung. Der vierte Platz ist nur einen Punkt entfernt, aber Como und Roma duellieren sich parallel. Verliert die Juve, ist sie auf einmal wieder drei Zähler weg – das wäre ein K.o. für die Moral.

Die Marschroute steht: früh pressen, McKennie als Luftbolzer im Zentrum, Dusan Vlahovic soll den Sack zum Platzen bringen. Udinese wird sich nicht verstecken, doch die letzte Reihe um Jaka Bijol kassierte in drei der letzten vier Spiele mindestens zwei Gegentore. Wenn Juve hier nicht zuhaut, wann dann?

Sollte die Alte Dame gewinnen, rückt sie vor dem Top-Spiel gegen Inter in eine komfortable Ausgangsposition. Verliert sie, droht der Absturz auf Platz acht – und dann wird selbst der Einzug in den Europapokal zur Achterbahnfahrt. Die Uhr tickt, der Druck kocht. In Udine zählt nur ein Ergebnis: Sieg oder Krisenmodus.