Juve bautzt – sorloth will fix, nico zögert und verlangt mehr zeit
Turin schickt sich an, zwei Transferfilme gleichzeitig zu drehen: Alexander Sorloth soll Vlahovic beerben, Nico González soll die Rechnung begleichen. Doch während der Norweger seine Koffer schon gepackt hat, will der Argentinier die Kamera erst nach dem Finale in den USA anknipsen. 35 Millionen Ablöse, 12 Millionen netto – und ein Stolperstein namens González.
Sorloths ultimatum: entscheidung vor dem kick-off
Der 28-Jährige hat Juve sein Ja-Wort gegeben. Nur noch die Unterschrift fehlt. „Ich will Ruhe vor der WM“, ließ er seinen Berater wissen. Denn Sorloth weiß: Jeder Tag Streit kostet Kraft, die er im Juli lieber in die norwegische Offensive steckt. Die Königlichen aus Madrid fordern inzwischen 32 bis 35 Millionen, nachdem vor zwei Wochen noch 30 Millionen im Raum standen. Ein Anstieg, den Juve noch nicht als Deal-Breaker wertet.
Die Lösung liegt auf dem Schreibtisch von Cristiano Giuntoli. Er könnte den Preis drücken, wenn er Nico González endgültig an den Manzanares verkauft. Atlético zahlte bislang lediglich eine Leihgebühr, das Optionsrecht liegt bei 22 Millionen. Die Juve will nun 25 plus Boni – und damit nur noch 10 bis 12 Millionen Cash für Sorloth aufbringen.

González rächt sich – und zögert
Doch der Argentinier spielt nicht mit. Er erinnert sich an den Sommer 2023: Ein Jahr nach seiner Ankunft in Turin wurde er abgestempelt und nach Madrid verliehen. „Ich habe das Gefühl, man wollte mich loswerden“, soll er im Trainingslager gesagt haben. Nun will er sich Zeit nehmen, die EM als Schaufenster nutzen und abwarten, wer sonst noch klopft. Eine Entscheidung nach dem 14. Juli würde Juves Zeitplan zerstören.
Atlético seinerseits schwieg bisher zu einem Festkauf. Diego Simeone schätzt González, doch die sportliche Leitung wartet ab, ob sich der Markt bewegt. Ein Dilemma, das Giuntoli lösen muss, bevor die erste Sonde aus England eintrifft. Denn West Ham und Aston Villa haben Sorloth längst im Visier.
Die Uhr tickt. In Turin wartet ein neuer Neuner. In Madrid wartet ein zorniger Flügel. Und irgendwo dazwischen tickt eine Transferbombe, die erst platzen will, wenn einer der beiden Kandidaten nachgibt.
