Josi, moser, schmid: drei schweizer, drei geschichten – ein playoff-krimi
Roman Josi spielte 25:49 Minuten, blieb ohne Punkt und war trotzdem der Dauerbeschuss-General, der die Nashville Predators in Richtung Postseason schiebt. 3:1 gegen Seattle, Tabellenrang neun im Visier, nur noch ein Punkt trennt die Preds vom letzten Wildcard-Platz – das ist die Zahlen-Geschichte. Die emotionale: Josis Blicke nach dem Schlusspfiff schwenkten nicht zur Anzeigetafel, sondern direkt in die Kabine. Dort wissen alle, dass Mitte April alles oder nichts entschieden wird.
Moser trifft ins schwarze – tampa bleibt trotzdem im schatten
Janis Moser lieferte das 6:2-Schlusspass gegen Vancouver, 22:55 Minuten Eiszeit, Plus-2, ein Assists, keine Strafminuten. Die Lightning feiert sich, doch die Buffalo Sabres gewannen parallel. Vier Punkte Rückstand, zwei Spiele weniger – die Mathematik ist gnadenlos. „Wir müssen unsere Spiele gewinnen, dann schauen wir“, sagte Coach Jon Cooper trocken. Moser schüttelte nur den Kopf: „Wir kontrollieren nur unser Eis, nicht die Tabelle.“

Schmid rettet zahlen, nicht das resultat
Akira Schmid flog nach 8:12 Minuten ins kalte Utah-Gefängnis, hinterließ 14 Saves bei 14 Schüssen – und eine Niederlage, die Adin Hill in der Statistik trägt. Die 0:4-Pleite schmerzt, doir Schmids Fangquote von 100 % in den restlichen 50 Minuten ist das Silberstreif, das Vegas mitnimmt. „Er hat uns Luft verschafft“, sagte Trainer Bruce Cassidy, „aber Luft allein reicht nicht, wenn das Schiff schon sinkt.“
Die Botschaft der Nacht: Josi nähert sich dem Ziel, Moser hält Tampa am Leben, Schmid rettet Ehre. Und Philipp Kurashev? Der Zürcher saß in Chicago wieder in der Stands – ein Schweizer weniger auf dem Eis, einer mehr mit Playoff-Angst. In zwei Wochen entscheidet sich, wer im Mai noch um den Cup kämpft. Die Uhr tickt. Die Scheibe flitzt. Die Schweizer ticken mit.
