Jorge Valdano kritisiert Mourinhos Rückkehr zum Real Madrid
Madrid – Real-Legende Jorge Valdano äußert deutliche Zweifel an der erneuten Verpflichtung von José Mourinho als Trainer des spanischen Rekordmeisters. Der frühere Weltmeister kann nicht nachvollziehen, warum die Königlichen nach über einem Jahrzehnt wieder auf den Portugiesen setzen.
Valdano: "Ich kenne die Gründe nicht"
Mourinho übernimmt Real Madrid zum zweiten Mal. Bereits von 2010 bis 2013 trainierte er den Verein, gewann die spanische Meisterschaft, bevor seine erste Amtszeit aufgrund interner Konflikte und ohne Titel in der letzten Saison endete. Im Interview mit der portugiesischen Zeitung „A Bola“ erklärte Valdano: „Das ist seine zweite Chance. Fast 15 Jahre sind vergangen. Der Fußball ist nicht mehr derselbe, die Gesellschaft ist nicht mehr dieselbe, Florentino ist nicht mehr derselbe – und Mourinho wird es sicher auch nicht mehr sein.“
Der 70-Jährige erinnerte zudem an Mourinhos Vorgänger Xabi Alonso. „Xabi Alonso war ein junger Trainer mit neuen Methoden. Ich kenne die Gründe nicht, aber offensichtlich hat es nicht funktioniert. Deshalb hat sich Florentino für einen anderen Trainertyp entschieden.“

Vorbehalt: Valdano rätselt über die Entscheidung
Valdano zeigte sich ratlos: „Ich weiß nicht, welche Überlegungen hinter der Rückkehr von José Mourinho stehen. Das weiß nur der Verein.“ Die Kritik hat eine Vorgeschichte: Während Mourinhos erster Amtszeit war Valdano Generaldirektor und Berater von Präsident Florentino Pérez. Nach einem Machtkampf mit dem Trainer musste er 2011 seinen Posten räumen. Damals sagte er: „Ich bin nicht derjenige, der Real Madrid in ein Schlachtfeld verwandelt hat.“
