Jokic zahm bestraft: timberwolves vor dem aus?
Die NBA hat eingeschritten. Nach der hitzigen Szene am Ende von Spiel 4 zwischen Denver Nuggets und Minnesota Timberwolves muss Nikola Jokic eine Geldstrafe von 50.000 Dollar begleichen. Julius Randle wird mit 35.000 Dollar ebenfalls zur Kasse gebeten – eine vermeintliche Sperre bleibt ihm aber erspart. Bleibt Jokic bei Kräften, können die Timberwolves die Chance auf den Finals verpassen.
Die eskalation in den letzten sekunden
Die Atmosphäre im Ballhaus brodelte förmlich, als Jaden McDaniels in den letzten Sekunden von Spiel 4 einen Korb erzielte, obwohl die Partie bereits entschieden schien. Ein Foul, ein provozierter Jokic, eine Auseinandersetzung – die Situation eskalierte blitzartig zu einer Massenschlägerei. Die ungeschriebenen Gesetze des Basketballs, die besagen, dass in einer klaren Führung keine unnötigen Punkte mehr erzielt werden sollten, wurden hier auf schmerzliche Weise gebrochen. Jokic, sichtlich aufgebracht, konfrontierte McDaniels, was die Situation weiter anheizte.
„Er hat gescored, obwohl alle schon aufgehört haben zu spielen“, erklärte Jokic nach dem Spiel, unmissverständlich seine Verärgerung ausdrückend. McDaniels wiederum zeigte sich ratlos: „Ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden, was er gesagt hat.“ Doch die Worte sind zweitrangig, die Bilder sprechen Bände.

Geldstrafen, aber keine sperre – ein paukenschlag für minnesota?
Die NBA reagierte prompt mit Geldstrafen. Jokic muss 50.000 Dollar blechen, Randle 35.000 Dollar. Allerdings bleibt der serbische Superstar für Spiel 5 spielberechtigt – ein Glücksfall für die Nuggets, ein herber Schlag für die Timberwolves. Denn die Serie steht nun bei 3:1 für Denver. Ein Sieg in Spiel 5 würde die Nuggets in die nächste Runde führen, während Minnesota am Rande der Elimination steht.
Die Timberwolves müssen sich nun fragen, ob die Geldstrafen und die verpasste Chance, Jokic aus dem Spiel zu nehmen, ihre Chancen auf den Aufstieg in den Finals entscheidend schmälern werden. Die Spieler müssen sich nun sammeln und sich auf das nächste Spiel konzentrieren – denn die Zeit drängt. Die Serie ist alles andere als entschieden, aber Denver hat nun das Momentum auf seiner Seite.
