Jódar: toni nadal sieht im spanier den besten der neuen generation

Rom – Die Tenniswelt spricht über Rafael Jódar. Der 19-jährige Spanier hat beim Masters in Rom für Furore gesorgt, nur Jannik Sinner konnte ihm den Zahn ziehen. Und nun kommt die Einschätzung, die die Gemüter weiter erhitzen wird: Toni Nadal, der legendäre Coach von Rafael Nadal, sieht in Jódar das größte Talent der neuen Generation.

Ein aufstieg, der beeindruckt

Jódars Entwicklung in den letzten Monaten ist geradezu atemberaubend. Von jenseits der Top 200 im ATP-Ranking katapultierte er sich in kürzester Zeit bis auf Position 34. Der Gewinn seines ersten Profi-Titels in Marrakesch war dabei nur die Spitze des Eisbergs. Seine Bilanz von zwölf Siegen in 14 Sandplatzmatches in dieser Saison spricht Bände.

In seiner Kolumne für El País ließ Toni Nadal seine Begeisterung kaum verbergen. “Seine Entwicklung war in sehr kurzer Zeit fulminant, und er ist meiner Meinung nach zum besten Spieler dieser neuen Generation und zum Spieler mit dem größten Potenzial geworden”, so der 65-Jährige. Eine Aussage, die in der Tenniswelt für Aufsehen sorgt.

Mehr als nur talent: entschlossenheit und mut

Mehr als nur talent: entschlossenheit und mut

Toni Nadal hebt nicht nur Jódars Potenzial hervor, sondern auch seine charakterlichen Stärken. “Er ist wie Sinner und Alcaraz äußerst entschlossen und mutig, wenn es darum geht, Punkte zu machen”, so Nadal. Doch der erfahrene Trainer sieht auch Verbesserungspotenzial. Die Konstanz in seinem Spiel müsse noch gesteigert werden, ebenso seine Defensivarbeit. “Er ist noch etwas anfällig, wenn es darum geht, diese zu verteidigen. Dies ist der Aspekt seines Spiels, den er in den kommenden Monaten am meisten verbessern muss.”

Jódar befindet sich in einer Art Übergangsphase, wie Nadal betont. Aber die Frage, die sich jeder Tennis-Fan stellt, ist: Kann dieser junge Mann tatsächlich zu einem Grand-Slam-Sieger oder sogar zur Nummer eins der Welt werden? Toni Nadal glaubt daran: “Ich muss und will daran glauben, dass er beide Ziele erreichen kann.”

Für Jódar geht es in Rom weiter. Am Freitag trifft er im ersten Match auf den Portugiesen Nuno Borges. Ein Duell, das Tennis-Fans auf der ganzen Welt mit Spannung erwarten. Die nächste Hürde auf dem Weg zu den French Open, wo er ab dem 24. Mai live bei Eurosport und HBO Max zu sehen sein wird. Die Frage ist nicht, ob Jódar das Potenzial hat, sondern wann er es voll ausschöpft.