Jódar: hiergras-test in london – kann er überraschen?
Rafa Jódar, der Shootingstar des Tennis, hat sich in London auf den Rasenplatz eingeschrieben. Nach dem Gewinn des ADN MARCA Preises dieser Woche, stellt sich nun die Frage: Kann der junge Spanier auch auf dem schnellen Belag überzeugen? Das Auftaktprogramm beim Queen's Club Tournament ist gelost, und die ersten Hürden sind bereits klar.

Ein überraschender aufstieg
Vor gerade einem Jahr kämpfte Jódar noch außerhalb der Top 600 der Weltrangliste. Nun steht er auf Platz 23 – ein Beweis für unglaublichen Ehrgeiz und Talent. Sein erstes Match gegen Ignacio Buse, ebenfalls ein Debütant im ATP Tour Rasenbewerb, wird zeigen, wie schnell er sich an die ungewohnte Unterlage gewöhnt hat. Buse, Nummer 35 der Welt, ist kein leichter Gegner, aber Jódar wird mit Selbstvertrauen in die Partie gehen.
Sollte er dieses Match gewinnen, wartet in der zweiten Runde der Sieger der Begegnung zwischen Brandon Nakashima und Marton Fucsovics. Ein Duell mit Alex de Miñaur in der Runde der letzten acht ist ebenfalls denkbar. Der Australier, der sich diese Woche in 's-Hertogenbosch bereits als starker Mann auf dem Rasen bewiesen hat, könnte eine ernsthafte Prüfung für den Madrilenen darstellen.
Die möglichen Halbfinalgegner sind vielfältig: Jakub Mensik, Adrian Mannarino, Fran Cerúndolo, Alexander Blockx oder Jenson Brooksby – ein Who's Who des Tennis, das Jódar auf dem Weg zum Titel in Schach halten könnte. Fünf Siege sind erforderlich, um den Titel zu erringen, da kein Spieler von der ersten Runde an eine bye hat. Alejandro Davidovich, ebenfalls ein hoch gehandeltes spanisches Talent, trifft im ersten Match auf den ehemaligen Wimbledon-Finalisten Cameron Norrie. Ein Duell mit Tommy Paul, der gegen Jaume Munar antritt, oder Lehecka im Halbfinale sind ebenfalls mögliche Szenarien.
Jaume Munar wird ebenfalls in der ersten Runde gegen Tommy Paul antreten. Jódar kehrt nach zwei Jahren zurück auf den Rasen, nachdem er 2021 Roehampton (Titel) und Wimbledon Junioren (Viertelfinale) gespielt hat. Seine bisherige Karriere hat bereits einige Highlights beinhaltet: ein ATP-Titel, Halbfinale bei einem Masters 1000 und Viertelfinale bei den French Open. Nach seiner starken Sandplatzsaison sind nun alle Augen auf ihn gerichtet, um zu sehen, wie er sich auf dem Rasen schlägt.
“Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was mich auf dem Rasen erwartet“, gab Jódar in London zu. “Ich habe bei den Junioren-Turnieren gut abgeschnitten, aber das ist keine verlässliche Vergleichsbasis.” Nach Queen's folgen Eastbourne und Wimbledon – eine entscheidende Phase für seinen Rasenauftritt.
Die Frage bleibt: Kann Jódar seine beeindruckende Form von der Sandplatzsaison auf den Rasen übertragen? Oder wird sich die ungewohnte Unterlage als Stolperstein erweisen? Die Antwort wird sich in den kommenden Wochen auf den Courts von London zeigen.
