Joan garcía fliegt raus: de la fuente stutzt torwart-liste vor serbien-cracker

Er kam, sah – und wurde sofort wieder nach Hause geschickt. Joan García, der frisch gebackene spanische Torhüter, darf beim Prestige-Duell gegen Serbien nicht einmal die Bank erwärmen. Luis de la Fuente strich ihn als ersten Akteur aus dem 27er-Kader, bevor er auf 26 Köpfe reduziert. Die Botschaft: Selbst wer die Segunda División dominiert, muss sich bei La Roja hinten anstellen.

Ein schritt, der nicht überrascht

Ein schritt, der nicht überrascht

García war ohnehin nur Kurzbesuch. Der Coach hatte ihn nominell „zum Schnuppern“ einberufen, um Atmosphäre und Abläufe kennenzulernen. Drei Trainingstage später steht fest: Die Konkurrenz um David Raya, Unai Simón und Álex Remiro ist momentan zu groß. Statt Hoffnung auf Minuten bekommt der Espanyol-Schlussmann eine frühzeitige Realitätspritze – und ein Ticket zurück nach Barcelona.

Die Zahl spricht Bände: Vier Torleute in 27 Feldspielern, nur 26 Plätze erlaubt. Wer hinten überzählt, muss gehen. De la Fuente nahm kein Risiko, wählte Routine vor Neugier. Denn gegen Veljko Paunovic’ Serben geht es nicht nur um Prestige, sondern darum, Automatismen zu schärfen, bevor die Nations-League-Druckphase beginnt.

Für García bleibt Trost: Erst 23, erstmals berufen, jetzt schon Teil des Plans. Der Verband sichert ihm ein, dass er im November wieder mitfliegt – sofern er in Espanyol die Leistung hält. Die Karriere ist ein Marathon, nicht ein Sprint. Heute die Rückkehr, morgen vielleicht der Durchbruch.

Spanien tritt also mit gestrafftem Kader an, das Duell gegen Serbien gewinnt an Schärfe. Und wer auf der Ersatzbank sitzt, weiß: Der Platz ist hart erkämpft – und ebenso schnell wieder weg.