Jared goldberg beendet seine karriere: ein abschied vom speed
Nach über einem Jahrzehnt
im Weltcup-Zirkus hängt Jared Goldberg seine Skier an den Nagel. Der US-Amerikaner, bekannt für seine unbändige Leidenschaft und seinen unerschrockenen Fahrstil, hat seinen Rücktritt über Instagram bekannt gegeben – ein Ende einer Ära für den amerikanischen Speed.
Ein leben auf der jagd nach der geschwindigkeit
Goldberg blickt auf eine Karriere zurück, die von harter Arbeit, unzähligen Trainingsstunden und dem ständigen Streben nach dem perfekten Schwung geprägt war. Sein Abschiedspost ist ergreifend: „Es begann auf diesem kleinen Hügel mit einem Leedom-Helm, extra langen Stöcken und einem Einteiler vor zweieinhalb Jahrzehnten“, schreibt er und erinnert an seine Anfänge. Der Traum, schneller als alle anderen zu sein, ihn zu finden, wo andere nur eine steile Wand sahen, trieb ihn an.
Die Entscheidung, seine Karriere zu beenden, kam nicht über Nacht. „Ich trete zurück. Ich habe meine Zeit investiert und alles auf dem Berg gelassen, was ich konnte“, so Goldberg. Dabei ist es bemerkenswert, dass er mit 34 Jahren noch immer im Weltcup-Zirkus mithalten konnte – ein Zeugnis seiner außergewöhnlichen Fitness und seines unbändigen Willens.
Er beschreibt den Weg an die Spitze als „einen extremen Grind“ – eine anstrengende Zeit, die er aber durch die Kameradschaft und die unvergesslichen Momente im Weltcup kompensieren konnte. Goldberg, oft auch als „Trainingsweltmeister“ bezeichnet, dankte seinen Eltern, seinen Sponsoren und insbesondere seinem Heimat-Skigebiet Snowbird für die Unterstützung, die ihn zu dem Skifahrer geformt hat, der er heute ist. Auch dem US-Skiteam sprach er seine Dankbarkeit aus.
Was kommt nun? Goldberg freut sich auf eine „einfachere Seite des Lebens“ – eine Auszeit vom Wettkampfstress und die Möglichkeit, endlich wieder zu Hause zu sein. Während er erste Ideen für die Zukunft im Kopf hat, genießt er vorerst die Freiheit und das Gefühl, den Berg hinter sich zu lassen. Der amerikanische Downhiller verlässt das US-Team als ein erfahrener Routinier, dessen Identität die amerikanische Speed-Mannschaft über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat.
Mit seinem Rücktritt hinterlässt Goldberg eine Lücke im US-Skiteam, aber auch eine Inspiration für junge Athleten, die davon träumen, eines Tages selbst an den Start zu gehen. Die Welt des Skisports verliert einen Kämpfer, der stets alles gegeben hat – ein Mann, der die Geschwindigkeit im Blut hatte.
