Jan stölbens olympia-traum: vom eifel-kind zum deutschen staffel-anker

Jan stölbens olympia-traum: vom eifel-kind zum deutschen staffel-anker

Für Jan Stölben, geboren in Trier und aufgewachsen in der Eifel, ist ein lang gehegter Traum wahr geworden. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien führte der Skilangläufer das deutsche Männer-Team als Schlussläufer ins Ziel. Ein Moment, der ihm viel bedeutete und für den er hart gearbeitet hat.

Ein klares ziel: der schlusslauf

Schon lange hatte sich Stölben das Ziel gesetzt, nicht nur Teil der deutschen 4x7,5-Kilometer-Staffel zu sein, sondern diese auch als Schlussläufer ins Stadion in Tesero zu führen. “Mit dieser Atmosphäre, Olympia, eine Staffel, das ist was ganz besonderes und eine große Ehre”, strahlte der 24-Jährige nach dem Rennen. Die Verantwortung als Schlussläufer war ihm bewusst: “Das ist die Position, wo es von der Außenwahrnehmung am meisten auf die Mütze geben kann, wenn es schief läuft. Aber ich wollte es unbedingt.”

Nervosität und bravour

Nervosität und bravour

Die Nervosität war spürbar. “Ich hatte unfassbar Schiss vor dem Rennen”, gab Stölben ehrlich zu. Er erzählte von früheren Staffel-Erfahrungen, die nicht immer erfolgreich verlaufen waren. Doch diesmal lief es anders. Er ging als Neunter ins Rennen und schaffte es, einen Platz gutzumachen und den Schweizer Läufer zu überholen. “Ich bin mit meiner Leistung auf der Runde recht zufrieden. Ich denke, den Kollegen um mir habe ich recht viel Zeit abgenommen.”

Deutscher ehrgeiz, norwegische dominanz

Deutscher ehrgeiz, norwegische dominanz

Trotz starker Leistung reichte es für das deutsche Team nicht zu einer Medaille. Mit einem Rückstand von 2:12,6 Minuten waren die Norweger, angeführt vom neunfachen Olympia-Sieger Johannes Klaebo, unschlagbar. Auch Frankreich und Italien waren auf den Medaillenrängen nicht zu erreichen. Dennoch war die Leistung für Stölben und das Team ein wichtiger Schritt.

Blick nach vorn: team-sprint-staffel

Blick nach vorn: team-sprint-staffel

Für Stölben, der zum ersten Mal an Olympischen Spielen teilnimmt, ist dieser Traum wahr geworden. “Ich wusste von den letzten Tagen, gerade im Training, die Form ist da und es fühlt sich alles sehr gut und richtig an. Ich bin froh, dass mir das einigermaßen gelungen ist.” Nun blickt er auf das bevorstehende Rennen mit der Team-Sprint-Staffel am Mittwoch (Finale ab 12:15 Uhr) und will daran anknüpfen.

Weitere ergebnisse und highlights

Weitere ergebnisse und highlights

Neben Stölbens Leistung gab es auch andere bemerkenswerte Ergebnisse. Emma Weiß zeigte spektakuläre Akrobatik beim Ski-Aerial. Im Fußball musste sich Heidenheim einem Fußball-Wunder beugen, während Hoffenheim einen Blitzstart nach der Pause gegen Freiburg hinlegte. Auch im Basketball kassierte Trier gegen Chemnitz die dritte Heimpleite.

Top-themen im überblick

  • Eishockey: Deutliche Niederlage des DEB-Teams gegen die USA
  • Olympia-Highlights: Die Höhepunkte des neunten Wettkampftages
  • Biathlon: Das olympische Flattern von Franziska Preuß
  • Handball-Bundesliga: Furiose “Zebras” beenden Magdeburger Erfolgsserie

Quelle: swr SWR Wintersport