James rodríguez zurück auf dem platz – minnesota united schmettert rhabdomyolyse-gerücht
James Rodríguez ist wieder da – zumindest auf dem Trainingsgelände. Nach einem Klinik-Aufenthalt wegen schwerer Dehydrierung kehrte der kolumbianische Star von Minnesota United zurück, doch die Gerüchteküche brodelt weiter. Der Klub dementiert vehement Spekulationen über eine gefährliche Muskelerkrankung.
Der ehemalige Offensivspieler von Bayern München war nach dem Länderspiel gegen Frankreich (1:3) mit Symptomen akuter Austrocknung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Drei Tage später war er wieder entlassen – doch das war nicht das Ende der Geschichte.

Was wirklich geschah – und was nicht
US-Medien hatten berichtet, Rodríguez leide an Rhabdomyolyse, einer potenziell lebensbedrohlichen Auflösung der Muskelzellen. Minnesota United reagiert prompt: „Es gibt keine medizinischen Hinweise auf diese Diagnose“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Der Klub spricht lediglich von „starker Dehydrierung“ und einem „gesteuerten Wiedereinstieg“ ins Training.
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: In dieser Saison kam Rodríguez bisher auf gerade einmal 39 Minuten Einsatzzeit. Gegen Frankreich wirkte ernach 63 Minuten ausgewechselt – sichtlich erschöpft, ohne Zugriff. Für einen Spieler, der 2014 die Torjägerkanone in Brasilien gewann, ein bemerkenswertes Bild.
Doch die Nationalmannschaft Kolumbiens scheint unbeeindruckt. Trotz des mangelnden Spielrhythmus gilt der 34-Jährige als gesetzt für die WM. Die Logik dahinter: Erfahrung zählt mehr als Form. Und Rodríguez’ linker Fuß ist noch immer ein Werkzeug, das man in der Endrunde braucht – auch wenn er gerade erst wieder laufen lernt.
Minnesota United bleibt vorsichtig. „Schritt für Schritt“, lautet die Devise. Der klinische Verlauf entscheidet, nicht der Zeitplan. Für Rodríguez bedeutet das: zurück zur Grundlage. Kein Spektakel, keine Eile. Nur Schweiß und Stille.
Die MLS-Saison läuft bereits. Wann der Kolumbianer wieder aufläuft, ist offen. Doch eines ist sicher: Wenn er kommt, wird wieder geguckt. Nicht wegen der Gerüchte – sondern trotz ihnen.
