Jacquelin überrascht: biathlon-star wagt radsport-abenteuer!
Ein Wechsel, der für Gesprächsstoff sorgt: Emilien Jacquelin, einer der erfolgreichsten französischen Biathleten, wird ab Mai für das Entwicklungsteam des Top-Rennstalls Décathlon auf dem Radfahren konkurrieren. Ein Schachzug, der Fragen aufwirft, aber auch Begeisterung auslöst – nicht zuletzt bei seinem eigenen Nationaltrainer, Simon Fourcade.

Ein traum wird wahr, eine pause für den biathlon?
Jacquelin, der im vergangenen Winter zu den Fünfbesten der Disziplin zählte und in Antholz eine Goldmedaille in der Staffel gewann, scheint einen Kindheitstraum zu verwirklichen. „Als Kind habe ich vor allem den Radsport geliebt“, gestand er kürzlich im Gespräch mit „RMC Sport“ und bestätigte damit die Gerüchte um seinen ungewöhnlichen Schritt. Doch was bedeutet dieser Wechsel für seine Zukunft im Biathlon?
Nationaltrainer Simon Fourcade betonte gegenüber dem „Nordic Magazine“, dass der Wechsel lediglich eine „Zwischenstation“ sei. „Er wird bis Ende August voll und ganz für das Décathlon-CMA-CGM-Team im Einsatz sein. Dann wird er Bilanz ziehen: Entweder er macht weiter und streicht die Biathlon-Saison, oder er kehrt in die Nationalmannschaft zurück, um die letzten drei Trainingslager zu absolvieren und sich wieder auf das Schießen zu konzentrieren.“
Und Fourcade fügt hinzu: „Wenn er Erfolg hat, umso besser. Dann hätte er sich seinen Traum erfüllt oder sogar übertroffen. Sollte er nicht erfolgreich sein, stehen ihm alle Türen offen, und die Rückkehr zum Biathlon wäre kein Problem.“ Die körperliche Fitness des Athleten sei dabei kein Problem. „Seine körperlichen Voraussetzungen wird er auch durch 9000 bis 10.000 Kilometer Radfahren in den nächsten sechs Monaten nicht verlieren. Er soll seinen Traum voll ausleben und sich ihm mit ganzem Herzen widmen.“
Jacquelin selbst gab an, früher ein Jan-Ullrich-Poster an seiner Wand gehabt zu haben, was seine Leidenschaft für den Radsport unterstreicht. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Ausflug in eine neue Sportart seine Biathlon-Karriere nachhaltig beeinflussen wird, aber eines ist klar: Emilien Jacquelin scheut sich nicht, neue Wege zu gehen und seine Träume zu verfolgen.
Obwohl der Fokus vorerst auf dem Radsport liegt, hat Fourcade die Olympischen Spiele 2030 fest im Blick. „Es ist lediglich eine Zwischenstation, denn er peilt olympisches Gold an. Diese Chance ist da, und er darf sie nicht verpassen.“ Die Frage bleibt, ob der Biathlonsport mit diesem ambitionierten Plan in den Hintergrund rückt, oder ob Jacquelin beides unter einen Hut bringen kann.
