Jacob elordi baut sich für frankenstein neu – seine mischung aus disziplin und burger
27 Kilo Muskeln für Priscilla, 18 Kilo Leberfett für Saltburn, jetzt ein Körper, „der aussieht, als wäre er zweimal geboren“. Jacob Elordi liefert die Antwort auf die Frage, wie man 2025 einen Oscar-Kandidaten formt: mit der Gabel statt mit CGI.

Die 45-tage-formel, die hinter del toros monster steckt
Der Australier startet jedes Projekt mit einem Blutbild. „Wenn mein Hämatokrit unter 48 fällt, darf ich keine einzene Szene drehen“, sagt er dem australischen Podcast The Daily Drill. Aus dem Labor kommt ein Excel-Sheet: Makronährstoffe auf 0,1 Prozent genau, Mikros auf Nanogramm. Ergebnis: eine 2.100-Kalorien-Diät, 60 Prozent Protein, 30 Prozent Fett, 10 Prozent Rest – aber nur, wenn die Kamera läuft.
Die restliche Zeit isst der 27-Jährige, was der Set-Caterer hergibt. Hamburger, Milkshakes, Dosenbier. „Ich nenne es Bourdain-Loading“, sagt Elordi. „Die Rolle darf nicht merken, dass ich sie schon vorher geplant habe.“ Drei Wochen vor Start wechselt er auf Monk-Mode: kein Alkohol, keine Soße, kein Smartphone nach 20 Uhr. Der Körper verliert dank Glykogen-Flush bis zu neun Kilo Wasser – ein Effekt, den selbst Boxer vor WM-Kämpfen nur mit Lasern erreichen.
Die Zahlen sind gnadenlos. Für Euphoria legte er in 90 Tagen acht Kilo Muskelmasse zu – bei gleichzeitigem Abfall des Körperfettanteils auf 6,2 Prozent. Die Methode: zweimal täglich Kraft, einmal Kardio, dazwischen 30 Gramm isoliertes Molkenprotein alle 90 Minuten. Schlaf: 22:30 bis 05:30, schwarz verdunkelt, 16 Grad Raumtemperatur. „Mein Coach sagt, jede Stunde Schlaf vor Mitternacht ist ein natürlicher Steroidzyklus“, lacht er, „deswegen gehe ich nie aus, wenn ich drehe.“
Bei Frankenstein verlangte del Toro eine „gebrochene Statue“. Elordi musste 14 Kilo zulegen, dabei aber wie ein Gefangener aussehen. Lösung: Bulk mit Kuchen, Cut mit Wassereinsatz. Die ersten fünf Wochen aß er 5.000 Kalorien – Burger, Pasta, Donuts. Dann folgten zehn Tage nur noch gekochtes Huhn und 30 Liter Wasser am Tag, bevor er auf zwei Liter reduzierte. Das Hautbild spannte sich, die Muskeln schrumpften scheinbar. „Ich sah aus, als hätte man mich zusammengeschustert“, sagt er. „Genau das wollten wir.“
Die Studios fürchten diese Extremzyklen. Versicherungen verlangen mittlerweile Klauseln, die Schäden an Leber und Niere ausschließen. Elordi unterschreibt trotzdem. „Ich verkaufe Illusion“, sagt er. „Wenn das meine Organe kaputtmacht, ist das eben die Arbeitsunfall des 21. Jahrhunderts.“ Die Quittung: eine Oscar-Nominierung für Bestes Make-up, aber auch ein Ruhepuls von 120 – gemessen direkt nach der Premiere in Venedig.
Die Fans fragen nicht mehr, welches Training er macht. Sie fragen, wie viele Cheeseburger er vor dem nächsten Film verspeist. Die Antwort lautet: keine. Denn hinter dem nächsten Projekt steht bereits ein neues Blutbild – und ein neues Excel-Sheet, das ihn zu einem anderen Monster formt.
