Jackson Irvine wechselt nach Japan zu Cerezo Osaka

Jackson Irvine, ehemaliger Kapitän des FC St. Pauli, wird künftig in der japanischen J1 League für Cerezo Osaka spielen. Der Australier verlässt den Kiezklub nach fünf Jahren und einem erfolgreichen Kapitel.

Ein Abschied mit Stil

Der FC St. Pauli verabschiedet sich von seinem prominentesten Botschafter, der durch seine Einsatzbereitschaft, seine Haltung zu gesellschaftspolitischen Themen und seine Volksnähe beim Publikum sehr beliebt war. Andreas Bornemann, Sportchef des Klubs, dankte Irvine für seine Leistungen und wünschte ihm und seiner Familie alles Gute. Die Trennung soll sicherstellen, dass Irvine seinen Platz im St.-Paulianischen Klubpantheon erhält.

Politik und Leistungseinbußen als Auslöser

Politik und Leistungseinbußen als Auslöser

Die Entscheidung für Irvines Abgang fiel aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen über politische Themen und wahrgenommener Leistungseinbußen in der vergangenen Saison. Seine Position in Bezug auf das Existenzrecht Israels sorgte für Spannungen innerhalb des Vereins und drohte, ihn zu entzweien. Die Frage seiner Rolle im Umbruch des Klubs nach dem Abstieg sowie seine Eignung für den neuen Offensivstil des Trainers Marcel Rapp spielten ebenfalls eine Rolle.

Japanisches Karriereziel

Japanisches Karriereziel

Aus Kreisen des Vereins ist zu hören, dass die J-League für Irvine schon lange ein Karriereziel war, da dort ein qualitativ hochwertiger Fußball gespielt wird und die Entfernung zu seiner Heimat Australien geringer ist. Irvine äußerte sich freudig über die Möglichkeit, eine neue Kultur und Lebensweise kennenzulernen. Eine angemessene Abschiedszeremonie im Millerntorstadion ist geplant, jedoch nicht bereits am Sonntag beim Zweitligastart gegen Fürth.