Iuel beendet karriere: familie geht vor sportlicher höchstleistung

Schock in der Leichtathletikszene: Amalie Iuel, die norwegische Hürdensprinterin und Verlobte des Ski-alpin-Superstars Aksel Lund Svindal, hat überraschend ihren Rücktritt angekündigt. Die 32-Jährige erklärte im Interview mit "NRK", dass sie sich nach einer erfüllten Karriere dem Familienleben widmen möchte. Ein Abschied, der viele Fans der Disziplin überrascht, aber gleichzeitig nachvollziehbar macht.

Ein schöner grund für das aus

Ein schöner grund für das aus

Iuel, die 2024 noch an den Olympischen Spielen in Paris teilnahm, begründet ihren Rücktritt mit dem Wunsch, mehr Zeit für ihre Familie zu haben. Seit 2020 ist sie mit dem ehemaligen Weltcup-Dominator Aksel Lund Svindal liiert, und das Paar hat bereits einen zweijährigen Sohn, Storm. Die Sehnsucht nach dem Kleinen, besonders bei Wettkämpfen im Ausland, soll die Entscheidung maßgeblich beeinflusst haben. “Wenn man unterwegs ist, spürt man die Sehnsucht und das schlechte Gewissen. Besonders, wenn Storm sagt: ‘Nein, Mama, du darfst nicht wieder fliegen’,” so Iuel in dem Interview.

Die Entscheidung ist komplex, aber die Prioritäten sind klar. Der Druck, auf höchstem Niveau zu performen, steht in direktem Konflikt mit dem Wunsch, als Mutter präsent zu sein. Viele Athleten kennen diesen Zwiespalt, aber Iuel zieht nun eine klare Linie. Sie hat bei den World Athletics Relays Anfang Mai in Gaborone noch Gold über die 4x400 Meter gewonnen – ein perfekter Abschluss einer beeindruckenden Karriere.

Aksel Lund Svindal, selbst ein Routinier im Umgang mit Karriereenden, unterstützt seine Verlobte voll und ganz. Seine eigene Karriere, die von Verletzungen und Triumphen geprägt war, hat ihm gezeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Werte zu definieren und danach zu handeln. Während Svindal sich nach seiner eigenen Verletzung neu orientiert und vor allem seine Ski-Alpin-Expertise einsetzt, wählt Iuel den Weg der Familie – ein Wechsel, der zeigt, dass das Leben mehr zu bieten hat als sportliche Erfolge.