Italienischer fußball: figc plant elite-schiedsrichterkorps

Reformbemühungen im italienischen schiedsrichterwesen

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Die italienische Fußballföderation (FIGC) arbeitet an der Schaffung einer neuen, unabhängigen Organisation, die ab nächster Saison 40 professionelle Schiedsrichter für die Serie A, Serie B und die Coppa Italia verwalten soll. Präsident Gabriele Gravina drängt auf schnelles Handeln, da Schiedsrichterentscheidungen kontinuierlich in der Kritik stehen. Bereits heute Nachmittag beginnen die Gespräche, um Gravinas Vision einer Elite-Schiedsrichterklasse Realität werden zu lassen.

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Erster arbeitstreffen in via allegri

Erster arbeitstreffen in via allegri

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Das Treffen um 15:00 Uhr in Via Allegri wird von Gravina eröffnet, konzentriert sich jedoch primär auf technische Aspekte. Beteiligt sind zunächst Vertreter der Schiedsrichtervereinigung AIA, darunter der Designator Rocchi und der Vizepräsident Massini. In einer Folgesitzung werden auch Vertreter der Serie A und Serie B hinzugezogen. Ziel ist es, der am vergangenen Donnerstag vorgestellten Reform einen konkreten Rahmen zu geben.

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Unzufriedenheit mit der aktuellen organisation

Unzufriedenheit mit der aktuellen organisation

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Gravina hatte zuvor die Beteiligten nach ihrer Zufriedenheit mit der aktuellen Schiedsrichterorganisation gefragt. Die Antwort war einhellig negativ, mit einem breiten Konsens über die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung. Die Stimmung ist klar: Es muss etwas geschehen, und zwar jetzt.

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Die eckpunkte der reform

Die eckpunkte der reform

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Die FIGC hat klare Leitlinien für die Reform definiert. Ein 15-Punkte-Entwurf soll zu einer umfassenden Neuerung des Schiedsrichterwesens führen, die ab der kommenden Saison in Kraft treten soll. Kern der Reform ist die Gründung einer privaten Kapitalgesellschaft, die zu 100% der FIGC gehört und vollständig autonom agiert. Diese Gesellschaft wird mit einem Budget von 17-18 Millionen Euro ausgestattet, das hauptsächlich von der FIGC und teilweise von den Ligen Serie A und Serie B finanziert wird.

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Unabhängiger aufsichtsrat

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Der Bundesrat wird drei unabhängige Verwaltungsratsmitglieder ernennen, die nicht mit Vereinen, der AIA oder der FIGC verbunden sind. Dieser Aufsichtsrat wird sowohl technische als auch administrative Aufgaben übernehmen. Die technische Leitung wird mit der Ernennung eines technischen Direktors konkretisiert, der für die Auswahl der Schiedsrichter für die Elite-Klasse verantwortlich ist. Ein administrativer Direktor kümmert sich um die finanziellen und bürokratischen Aspekte, einschließlich Sponsorensuche und Rechteverwaltung.

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Veränderungen in der technischen leitung

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Derzeit werden Schiedsrichter von dem politischen Gremium der AIA, dem Nationalausschuss, vorgeschlagen. Gravina möchte die Leistung von politischen Bewertungen entkoppeln, um sicherzustellen, dass Kompetenz und nicht Faktoren wie regionale Repräsentation ausschlaggebend sind. Die AIA wird sich zukünftig hauptsächlich auf die Ausbildung neuer Schiedsrichter und die Betreuung bis zur Serie C konzentrieren, während die besten Schiedsrichter vom technischen Direktor der neuen Gesellschaft ausgewählt werden.

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Professionalisierung der schiedsrichter

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Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Professionalisierung der Schiedsrichter. Bisher war die Tätigkeit für viele Schiedsrichter ein