Italienischer fußball: fehlende wm-teilnahmen kosten figc 100 millionen – und mehr!

Ein Schock für den italienischen Fußball: Der verpasste WM-Zug hat nicht nur einen finanziellen Schlag für die FIGC in Höhe von 100 Millionen Euro zur Folge, sondern bedroht auch die Zukunft des gesamten Systems. Die Abwesenheit von der Weltmeisterschaft ist ein tiefer Riss in der Begeisterung der Fans, besonders der jüngeren Generation, und gefährdet die langfristige wirtschaftliche Stabilität des Fußballs in Italien.

Ein verlorenes jahrzehnt für den nachwuchs

Marco Iaria, renommierter Journalist, schlägt Alarm: Eine ganze Generation italienischer Fans hat die Nationalmannschaft auf der größten internationalen Bühne noch nie erlebt. Seit 2014 fehlt die Squadra Azzurra, und die Konsequenzen sind verheerend. Der Verlust des „rituellen“ Aspekts, der WM für viele junge Menschen den Einstieg in die Fußballleidenschaft markierte, führt zu einer sinkenden Begeisterung und einer Hinwendung zu ausländischen Ligen und Spielern. Ein aktueller UEFA-Sondage deutet an, dass bereits 30 Prozent der italienischen Bevölkerung weniger Interesse am Fußball haben als vor fünf Jahren, und weitere 24 Prozent erwarten eine weitere Abkühlung in den nächsten Jahren.

Die folgen für die liga und die sponsoren

Die folgen für die liga und die sponsoren

Die Auswirkungen sind nicht auf die Nationalmannschaft beschränkt. Die Serie A, die nach der Corona-Pandemie zwar kurzzeitig einen Aufschwung verzeichnete, kämpft nun mit einer sinkenden TV-Einnahmen. Die Verträge mit Dazn und Sky wurden für die aktuelle Saison um 10 Millionen Euro reduziert, und auch die internationalen Einnahmen sind dramatisch eingebrochen. Besonders besorgniserregend ist die alternde Zuschauerschaft: Nur noch 16 Prozent der Fans sind zwischen 14 und 24 Jahre alt, während 42 Prozent über 45 sind.

Millionenschaden und verlorene verhandlungspositionen

Millionenschaden und verlorene verhandlungspositionen

Die FIGC muss mit den finanziellen Realitäten leben. Neben den entgangenen Prämien der FIFA (mindestens 8 Millionen Euro pro WM-Teilnahme) und den Malus-Zahlungen an Sponsoren (bis zu 16 Millionen Euro im Jahr 2026) geht es um weit mehr. Die fehlende Präsenz auf der Weltbühne hat die Verhandlungsposition der FIGC bei Vertragsverhandlungen mit Sponsoren wie Adidas erheblich geschwächt. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung, die 2030 ausläuft, sind nun deutlich schwieriger.

Ein warnsignal für die zukunft

Ein warnsignal für die zukunft

Die steigenden Einnahmen aus dem Nationalmannschaftsbereich in den letzten Jahren (von 60 Millionen Euro im Zeitraum 2015-18 auf 117 Millionen Euro im Zeitraum 2023-26) sind durch die aktuelle Situation zunichte gemacht worden. Die FIGC verliert nicht nur Geld, sondern auch an Glaubwürdigkeit bei Investoren und Unternehmen. Die Zukunft des italienischen Fußballs hängt nun von der Fähigkeit ab, das Vertrauen der Fans und der Sponsoren zurückzugewinnen – und das beginnt mit der Wahl eines neuen, überzeugenden Bundestrainers.