Italienischer Basketball: Führende FIP-Funktionär spricht über Reformen und Zukunftsperspektiven
Mailand, 6. August – Die italienische Basketball-Föderation (FIP) arbeitet an Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Sports zu gewährleisten. Präsident Gianni Petrucci betonte, dass alle Veränderungen in Absprache mit den Vereinen erfolgen werden, da diese die finanziellen Mittel stellen.
Nachwuchserfolg und Herausforderungen
Der jüngste Erfolg der U18-Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft eine Medaille gewann, unterstreicht die Stärke des italienischen Jugendbasketballs. Allerdings stellt sich die Frage, wie dieser Erfolg in den Seniorenbereich übertragen werden kann. Ein wachsender Trend, dass junge Spieler sich für ein College-Studium in den USA entscheiden, wird von einigen als Bedrohung angesehen.
Petrucci sieht darin jedoch eine Chance: „Es kann keine Bedrohung sein, wenn ein Sohn von einer Universität gefordert wird, wo Basketball gespielt und studiert wird. Der Basketball ist in den Universitäten entstanden.“ Er räumte ein, dass dies die Vereine benachteiligt, aber betonte, dass dies ein europäisches Problem sei.

Reformen und Ziele
Petrucci äußerte sich zurückhaltend zu konkreten Reformplänen, um mögliche Konflikte mit den Vereinen zu vermeiden. Er erinnerte jedoch daran, dass der italienische Basketball immer Vorreiter bei Innovationen war, wie die Einführung der A1- und A2-Ligen und die Zusammenarbeit mit Sponsoren.

Professionelle A2-Liga und Lizenzsysteme
Die Einführung eines professionellen A2-Ligens und die Einführung fester Lizenzen sind mögliche Optionen, die jedoch die Zustimmung der FIP und der beiden Männerligen erfordern. Ob ein solcher Schritt finanziell tragfähig ist, wird von den Unternehmern entschieden.

Vermeidung von Konkursen und Rückkehr Romas
Petrucci wies darauf hin, dass die Anzahl der professionellen Vereine in Italien in den letzten Jahren gesunken ist. Er betonte, dass es unmöglich ist, zukünftige Konkurse vollständig zu verhindern, unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen. Er lobte die Zusammenarbeit der Föderation bei der Rettung von Vereinen wie Brescia und betonte die Bedeutung der Rückkehr von Rom in die Basketball-Szene, mit gleich zwei Teams.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei der Neugründung der Vereine in Rom, sieht Petrucci eine vielversprechende Entwicklung. Die NBA plant, 2027 in Italien zu starten, und Sport e Salute hat erhebliche Investitionen in die Infrastruktur getätigt, darunter ein 13.500 Zuschauer fassendes Sportzentrum.
