Italienische legenden fordern mls-stars in new york heraus!

Ein Fußballfest der besonderen Art erlebten gestern die Zuschauer im Rocco Commisso Soccer Stadium in New York: Ehemalige italienische Nationalspieler, darunter einige absolute Ikonen des Fußballs, stellten sich der Herausforderung durch eine Auswahl von Stars der Major League Soccer. Eine spektakuläre Veranstaltung, initiiert vom FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, um die Sehnsucht italienischer Fans nach der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft zu lindern.

Baggio und materazzi führen ihre teams an

Baggio und materazzi führen ihre teams an

Die Aufstellung las sich wie aus dem Geschichtsbuch des italienischen Fußballs. An der Seitenlinie dirigierte Roberto Baggio seine Mannschaft, unterstützt von Marco Materazzi in der Rolle des Co-Trainers – obwohl er sich leider einer Verletzung bedingt fehlte. Auf dem Rasen tummelten sich Namen, die eine ganze Generation von Fußballfans in Atem gehalten haben: Vieri, Pirlo, Nesta – und als besonderes Highlight George Weah, dessen Anwesenheit für zusätzlichen Glanz sorgte. Die MLS-Auswahl konterte mit ebenso namhaften Spielern, darunter Pagliuca im Tor, Panucci und Zaccardo in der Verteidigung sowie Iaquinta und Rossi im Angriff, unterstützt vom französischen Stürmer Djorkaeff.

Das Spiel selbst war zweitrangig. Vielmehr ging es darum, eine Atmosphäre zu schaffen, die die Verbundenheit zwischen den italienischen Spielern und den in New York lebenden Landsleuten widerspiegelt. Die Fans der Columbia University, deren Campus durch die Großzügigkeit von Rocco Commisso finanziert wird, genossen die Darbietungen der Fußballlegenden – darunter auch Rocco Commissos Frau Cathrine und sein Sohn Joseph, der aktuelle Nummer Eins bei der Fiorentina.

Infantinos Geste: Mehr als nur ein Freundschaftsspiel

Die Initiative von Gianni Infantino geht über die reine sportliche Veranstaltung hinaus. Als Präsident der FIFA und selbst mit italienischen Wurzeln, wollte er den zahlreichen italienischen Fans vor Ort ein Zeichen geben, die enttäuscht die verpasste Weltmeisterschaft der Nationalmannschaft hinter sich lassen mussten. „Ich kenne das Gefühl der Enttäuschung im Ausland nur zu gut“, erklärte Infantino bei seiner Anwesenheit. „Deshalb wollten wir etwas für unsere Gemeinschaften tun und sind heute hier.“

Es war ein Abend voller Applaus, Tore – und vor allem ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Veranstaltung in New York demonstrierte eindrucksvoll, wie der Fußball Brücken bauen und Menschen verbinden kann, über geografische Grenzen und enttäuschte Träume hinweg. Die Zahl der Zuschauer, die sich trotz des Fehlens der Nationalmannschaft bei der WM trafen, zeigt: Der Fußball ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der italienischen Identität, auch fern der Heimat.