Italien mischt auf: neues rasen-turnier weckt konkurrenz!
Die deutsche Rasen-Tennis-Szene steht vor einer spannenden Veränderung: Italien steigt ab 2028 mit einem eigenen ATP-Turnier auf Rasen in den Wettbewerb ein. Das bedeutet zusätzliche Herausforderungen für die etablierten Events in Stuttgart und Halle/Westfalen, die traditionell als ideale Vorbereitung auf Wimbledon dienen.

Ein kühner schachzug der italienischen tennis-verbände
Angelo Binaghi, Präsident des italienischen Verbands FITP, kündigte den Zukauf der Lizenz des bisherigen Hallenturniers in Brüssel an. Damit will man kurz nach den French Open ein erstes Rasen-Event im eigenen Land ausrichten. Der Schritt ist mutig, denn Italien verfügt aktuell über keine Rasenplätze – eine logistische Hürde, die es zu überwinden gilt. Die zweite Juni-Woche, zeitnah nach Roland Garros, scheint der wahrscheinlichste Termin zu sein, wobei der Veranstaltungsort vermutlich im Norden Italiens liegen wird, aufgrund der klimatischen Bedingungen.
Die Frage des Standorts bleibt vorerst offen. Binaghi äußerte sich dazu noch zurückhaltend und betonte, dass genügend Zeit zur Verfügung stehe, um die bestmögliche Lösung zu finden. Der Preis für die Lizenz, dessen genaue Höhe noch nicht bekannt gegeben wurde, muss bis Mitte Mai an die spanische Tennis-Gruppe überwiesen werden.
Neben den klassischen Wimbledon-Vorbereitungsturnieren in England und den etablierten Events in München, ’s-Hertogenbosch (Niederlande) und Mallorca (Spanien) entsteht nun ein weiterer Anlaufpunkt für die Tennis-Profis, die sich auf den prestigeträchtigen Grand-Slam-Titel vorbereiten möchten. Jannik Sinner, Italiens Hoffnungsträger, wird es ab 2028 ermöglichen haben, sich in seinem Heimatland auf Wimbledon zu tunen – ein echter Gewinn für den italienischen Tennis-Sport.
Die Entscheidung Italiens zeigt, dass der Wettbewerb im ATP-Kalender auch künftig intensiv bleiben wird. Stuttgart und Halle müssen sich also auf einen ambitionierten neuen Konkurrenten einstellen, der das Feld der Wimbledon-Vorbereitungsturniere aufmischt. Ob die deutschen Turniere ihre Attraktivität behalten können, wird sich zeigen.
