Iserlohn landet schweden-routinier johansson: defensive kriegt biss
Die Iserlohn Roosters haben zugeschlagen. Mit Emil Johansson holen die Sauerländer einen Verteidiger, der schon Deutscher Meister ist und 125 AHL-Spiele auf dem Buckel hat. Der 29-jährige Linksschütze wechselt von Dresden ablösefrei und soll der ohnehin schon kompakten Defensive der Roosters die letzte Portion Schmackes verpassen.
Johansson bringt meister-chemie mit
Mit Red Bull München jubelte der Schwede 2023 auf der Berliner Fanmeile. Drei Jahre zuvor hatte er die Deutsche Eishockey Liga verlassen, um in der AHL bei den Providence Bruins Eiszeit zu sammeln. Dort absolvierte er in zwei Spielzeiten 125 Partien, schaffte aber den Sprung in die NHL nicht. Zurück in Europa spielte er sich bei den Dresdner Eislöwen sofort in die Herzen der Fans: harter Check, schneller erster Pass, kein Blödeln.
15 Länderspiele standen für Schweden auf seiner Uhr. Dabei war er nie der laute Typ. Johansson erledigt seine Arbeit leise, aber gründlich. Genau das suchte Sportchef Jari Pasanen. „Wir wollten keinen Lautsprecher, sondern einen Arbeiter“, sagt er. Mit 1,85 m und 88 kg bringt der neue Mann auch die nötige Masse mit, um vor dem eigenen Tor keinen Platz zu verschenken.

Die zahlen, die überzeugen
Letzte Saison: 46 DEL2-Einsätze, 28 Punkte, Plus-18-Statistik. Das allein überzeugt Pasanen nicht. „Emil versteht es, kleine Räume zu schließen. Er hat gelernt, dass man in Deutschland schneller ist, als es in Nordamerika aussieht.“ Die Roosters kassierten in der Vorsaison 159 Gegentore – nur drei Clubs waren fetter. Eine klare Ansage an die Konkurrenz: Das soll sich ändern.
Vertraglich ist Johansson für ein Jahr mit Option auf weitere zwei Seasons an die HEG-Arena gebunden. Das Gehalt bleibt Strenggeheim, doig die Roosters stehen knapp unter der Lohnkapazität. Pasanen kann also nochmals zuschlagen, sollte sich der Play-off-Traum manifestieren.
Am 12. September läuft der Schwede zur ersten Einheit aufs Eis. Dann wird klar, ob die Chemie mit Top-Verteidiger Brendan Mikkelson stimmt. Pasanen lacht nur: „Wenn die zusammenfinden, haben wir zwei Kilo Schweden-Coolness mehr auf der Blauen Linie.“
Iserlohn träumt wieder. Und Johansson will den zweiten Meisterpokal – diesmal mit den Roosters.
