Irish open 2026: dedoni rettet italiens ehre mit high-roller-knall
Dublin – drei Flaggen im Final-Nine, zwei auf dem Podest, aber nur eine Hand voll Chips zählt am Ende. Giuseppe dedoni hat die Irin in Tränen gelassen: Der 33-jährige Mailänder gewinnt den 2.750 € High-Roller-8-Max und stoppt die Serie „fast geschafft“ der Squadra Azzurra.
Der main-event-hype endet ohne titel
Die Ampel lief auf Rot. Obwohl Nicola Donnini und Michele Palandiuk dem Deal bei fünf Spielern zustimmten, reichte es nur zu Platz zwei und drei. Sieg ging an Rumäniens Narcis Nedelcu – 312.000 € und der begehrte Kristall-Harpfen-Pokal. Drei Italiener im November-Nine-Modus hatten die Rialto-Brücke vorab zum Beben gebracht, doch der erhoffte „Spadino“-Repeat blieb aus – Ruggeris Vorjahres-Zweiter war diesmal Zuschauer.
Die Zahlen? 1.847 Entries, 1,85 Mio. € Pool. Ein Drittel der Finalisten sprach mit Akzent – am Ende war es nur ein Drittel des Deals.

Dedonis nachtschicht im high roller
Keine 24 Stunden später schob sich dedoni an den gleichen Tischen in den Fokus. 102 Re-Entries, 288.000 € Preisgeld, 15 bezahlte Plätze. „Ich war kurz vor der Bubble so kurz, dass ich meinen Hoodie ausziehen musste, um die Stack-Höhe zu verstecken“, lachte er im Interview mit TSV Pelkum Sportwelt. Dann kam der Turn. dedoni fing einen Doppel, eliminierte zwei Shorties mit sechsen gegen Könige und war plötzlich Chip-Leader.
Heads-up gegen Estlands Ranno Sootla – Mann mit EPT-High-Roller-Cash in Paris und Super-High-Roller-Score in den Bahamas – dauerte 42 Hände. dedoni hielt mit A-10 suited, traf das Ass auf dem River und schickte Sootla als Zweiten zur Kasse. Preis: satte 82.500 € plus Trophäe. „Ein Jahr nach dem 1.150-€-8-Max-Sieg hier in Dublin habe ich wieder zugeschlagen. Die Stadt mag mich offenbar“, sagte der frisch gebackene Champion.
Restliche plätze: nah dran, aber nur punkte
Alberto Parenti wurde Siebter im 215-€-Mini-Irish, Giuseppe Berlinghieri Dritter im Deaf High Roller, Giuseppe Di Girolamo Fünfter im selben Turnier. Alessandro Giombetti schrammte als Vierter an der America’s-Cup-300-€-Plakette vorbei, Andreas Goeller landete Knapp außerhalb des Podests im 2.750-€-Cuatro-8-Max. Punktlandungen, keine Bomben.
Lo que nadie cuenta: Die italische Armada war mit 412 Starts die größte ausländische Delegation, doch die Quote „Trophäe pro Start“ bleibt bei mageren 0,24 %. Dedonis Pokal verhindert, dass diese Bilanz in der Statistik unter „Runde Null“ verschwindet.
Fazit: Dublin 2026 liefert ein Déjà-vu – Italien liefert Dramatik, liefert Podestplätze, doch am Ende rettet wieder ein vermeintlicher Outsider den gesamten Poker-Sommer. Dedoni nimmt 82.500 €, die Trophäe und den Mythos mit nach Mailand. Der Rest der Truppe bucht den Rückflug – und schiebt die Chips fürs nächste Festival schon mal in den Koffer.
