Iran wettert gegen usa: fußball gehört dem volk, nicht der politik!

Ein Eklat um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Die iranische Botschaft in Rom hat mit scharfen Worten auf einen Bericht des Financial Times reagiert, wonach die USA versuchen, Iran durch Italien in der Endrunde zu ersetzen. Der Vorstoß der US-Regierung hat für Empörung gesorgt und eine diplomatische Auseinandersetzung ausgelöst.

Der skandal um zampollis vermittlungsversuch

Der skandal um zampollis vermittlungsversuch

Laut dem FT soll der von Präsident Trump entsandte Paolo Zampolli versucht haben, FIFA-Präsident Gianni Infantino zu bewegen, Iran durch Italien zu ersetzen. Der Hintergrund: Die angespannte politische Lage zwischen den USA und Iran sowie die jüngsten Differenzen zwischen Trump und der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni. Eine Reaktion, die in der Diplomatie selten gut ankommt.

Die iranische Botschaft ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten. In einem Statement auf X (ehemals Twitter) betonte man: „Der Fußball gehört dem Volk, nicht den Politikern. Italien hat sportlichen Erfolg auf dem Platz durch Leistung erarbeitet, nicht durch politische Privilegien.“ Ein klarer Seitenhieb auf die Vereinigten Staaten.

Die Botschaft ging weiter und nannte den Vorstoß der USA eine „moralische Bankrotterklärung“, da Washington angeblich sogar die bloße Anwesenheit elf iranischer Jugendlicher auf dem Spielfeld fürchte. Die Anschuldigung, die USA würden ihre politischen Ziele über den Sport stellen, trifft einen wunden Punkt.

Iran hatte sich im März die Teilnahme an der WM gesichert, indem man seine Gruppe in den asiatischen Qualifikationsspielen dominierte. Zuvor hatte Teheran beantragt, die Gruppenspiele aufgrund der Sicherheitslage in den USA nicht in den Vereinigten Staaten auszutragen. Italien hingegen verpasste die WM-Qualifikation denkbar knapp, nachdem man im Entscheidungsspiel gegen Bosnien und Herzegowina verloren hatte – die dritte verpasste WM in Folge für die „Squadra Azzurra“.

Die WM 2026 wird in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. Irans erstes Spiel gegen Neuseeland ist für den 15. Juni in Los Angeles angesetzt. Ob dieser Termin nun in Frage gestellt wird, ist offen, doch der politische Druck auf die FIFA ist immens. Die Entscheidung, ob Iran tatsächlich aus dem Turnier ausgeschlossen wird, könnte weitreichende Folgen für die sportliche und diplomatische Beziehungen haben.

Die Affäre wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Vermischung von Politik und Sport und zeigt, wie anfällig große Sportveranstaltungen für politische Interessen werden können. Die FIFA steht nun vor der Herausforderung, eine faire und unparteiische Entscheidung zu treffen, die den sportlichen Werten und der Integrität des Fußballs gerecht wird. Nur die Zeit wird zeigen, ob es der Organisation gelingt, den Druck auszuüben und eine Eskalation zu verhindern.