Inter pulverisiert milan mit toten bällen – derby-k.o. schon vor dem anpfiff?

21 Tore aus Ruhephasen, 15 davon nach Ecke: Inter mailand schießt sich mit einem Trick, den der Gegner nicht entschlüsselt, auf Meisterkurs. Beim Derby am Sonntag droht dem Milan eine Demontage wie 2021, nur diesmal nicht in Spielkultur, sondern aus dem Lehrbuch von Cristian Chivu.

Ein coach, ein ex-kapitän und eine excel-tabelle

Ein coach, ein ex-kapitän und eine excel-tabelle

Hinter der toten-Ball-Maschine stecken zwei Namen, die selbst Curisti googeln müssen. Angelo Palombo, einst Samp-Held, sitzt seit Sommer in Appiano und zeichnet jeden Gegner-Verteidiger aus, der beim Kopfball einnickt. Daneben Filippo Lorenzon, Datenboss mit dem Titel „Head of football analysis“. Gemeinsam bastelten sie 48 Varianten – kurz, halb lang, halb hoch, über außen, durch die Mitte – und trainierten sie bis zur Automatik. Ergebnis: Inter trifft nach Standards alle 117 Minuten, kein Serie-A-Klub öfter.

Milan dagegen kassiert jeden zweiten Gegentreffer nach Freistoß oder Ecke. Die 50-Prozent-Marke ist kein Schreibfehler, sondern ein offener Wundenpunkt, den Stefano Pioli in der Länderspielpause mit Wänden voller Pfeile auf dem Trainingsplatz flickte. Seine Antwort: Rabiot (1,91 m), Pavlović (1,94 m) und der neue Freistoß-Schwinger Modrić. Doch die Rechnung geht nur auf, wenn Mike Maignan endlich wieder rausfliegt statt zu zögern – sonst steht Benjamin Pavard schon wieder frei am zweiten Pfosten.

Der Scudetto könnte also schon am Wochenende in einem einzigen Standard-Duell entschieden werden. Drei Punkte Vorsprung würden die Meisterstraße pflastern, bei einem Rückstand von 13 wäre selbst der April zu spät für die Rossoneri. Chivu wird seine Ecke-Nr. 49 nicht aufschreiben müssen; die steht bereits im Kopf seiner Kopfball-Monstern. Und wenn der Referee pfeift, reicht ein Kontaktsturm, um Mailand in tiefste Ernüchterung zu stürzen.