Infantinos spott: fifa-boss macht sich mit italien-aussage unbeliebt
Ein Lächeln, ein Spruch – und eine diplomatische Krise? Fifa-Präsident Gianni Infantino hat mit einer frechen Bemerkung über das Scheitern der italienischen Nationalmannschaft bei der WM-Qualifikation für heftige Kritik gesorgt. Die Aussagen des Schweizer, die in einem Interview mit „CazéTV“ fielen, könnten nun diplomatische Konsequenzen nach sich ziehen.

Der verpasste traum: italiens wm-frust
Die „Squadra Azzurra“ verpasste erneut die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft – diesmal scheiterte sie im Entscheidungsspiel an Bosnien-Herzegowina. Für Italien ist dies die dritte WM in Folge, die das Team verpassen muss. Der bittere Geschmack wird durch Infantinos Reaktion noch verstärkt, die viele als unangebracht empfinden.
Infantino scherzte im Interview, Italien könne sich bei einer WM mit 64 oder gar 228 Teams qualifizieren. Eine Zahl, die angesichts der Tatsache, dass die Fifa lediglich 211 Mitgliedsverbände zählt, schlichtweg absurd ist. Die Reaktion des Sportministers Andrea Abodi ließ nicht lange auf sich warten: Er kündigte ein klärendes Gespräch mit dem Fifa-Chef an.
„Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten“, erklärte Abodi irritiert über Infantinos Wortwahl. Der Schweizer versucht sich in leichtsinnigem Humor, während die italienische Fußballszene mit einer weiteren Enttäuschung zu kämpfen hat. Es bleibt abzuwarten, ob aus dem Spruch eines Interview-Gesprächs ein echtes diplomatisches Problem wird.
Während Italien sehnsüchtig auf die Rückkehr auf die Weltbühne wartet, muss sich Infantino nun mit der Kritik aus Rom auseinandersetzen. Die Diskrepanz zwischen der Machtposition eines Fifa-Präsidenten und solch unbedachten Äußerungen wirft ein schlechtes Licht auf den Weltfußballverband.
