Indy 500: palou dominiert, daly überrascht – chevrolet mit motorenproblemen!
Indianapolis – Die Testfahrten zum legendären Indy 500 haben am Dienstag ihre Intensität deutlich gesteigert, und die Geschwindigkeiten sind schwindelerregende Höhen erreicht. Während Álex Palou einen ruhigen und erfolgreichen Tag hatte, kämpfen einige Chevrolet-Teams bereits mit technischen Problemen – ein schlechtes Omen vor dem Rennen?
Palou setzt maßstab, ganassi-dominanz
Der Spanier Álex Palou zeigte eine beeindruckende Leistung und konnte den gestrigen Tagesschaden ausgleichen. Mit 118 Runden, der höchsten Anzahl aller Fahrer, kombinierte er kurze, schnelle Sprints mit längeren Läufen im Verkehr. Obwohl seine beste Runde im Qualifying-Simulationsmodus noch nicht erreicht wurde, sicherte er sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 228,026 Meilen pro Stunde (366,9 km/h) während der sogenannten „Happy Hour“ den zweiten Platz in der Gesamtbestenliste. Ein starkes Signal für das Ganassi-Team, das mit Dixon auf dem sechsten Platz ebenfalls gut vertreten war. Auch die Meyer Shank-Fahrer Armstrong und Rosenqvist reihten sich in den Top 10 ein.

Conor daly stürmt an die spitze
Doch der Überraschungsmann des Tages war Conor Daly, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 228,080 Meilen pro Stunde (367 km/h) die Bestzeit erzielte. Die kühleren Temperaturen am Nachmittag ermöglichten es den Fahrern, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, und Daly nutzte diese Gelegenheit, um einen beeindruckenden Sprung nach vorne zu machen. Die Spitzengeschwindigkeiten in den Geschwindigkeitsfallen stiegen ebenfalls an, wobei Palou 237,220 Meilen pro Stunde erreichte – Werte, die eher an ein Qualifying als an eine Testfahrt erinnern.
Die vollständige Bestenliste der zweiten Testfahrt sieht wie folgt aus: Conor Daly (Dreyer and Reinbold), Álex Palou (Ganassi), David Malukas (Penske), Graham Rahal (RLLR), Romain Grosjean (Dale Coyne), Scott Dixon (Ganassi), Scott McLaughlin (Penske), Josef Newgarden (Penske), Santino Ferrucci (AJ Foyt), Kyle Kirkwood (Andretti).

Chevrolet in schwierigkeiten: motorenprobleme belasten teams
Ein dunkler Fleck am ansonsten positiven Tag waren die technischen Probleme, die einige Teams mit Chevrolet-Motoren plagten. Ed Carpenter, Scott McLaughlin und Alex Rossi mussten ihre Motoren ersetzen, was auf mögliche Schwachstellen in der Antriebseinheit hindeutet. Eine besorgniserregende Entwicklung, insbesondere so kurz vor dem Rennen. Die Frage ist, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder um ein systematisches Problem.
Morgen, am Donnerstag, steht die dritte Testsession an, die letzte Gelegenheit für die Teams, mit Rennabstimmungen zu arbeiten. Am Freitag folgt dann der „Fast Friday“ mit erhöhter Turbodruck und somit mehr Leistung – der Fokus wird sich dann voll und ganz auf die Qualifikation am Wochenende verlagern. Ob Chevrolet die technischen Probleme in den Griff bekommt, wird dabei entscheidend sein.
