Huber pariert gigovic, aber yb zerlegt den fcz trotzdem mit 3:0
Silas Huber flog durch die Luft, streckte sich wie ein Katapult – und raubte Armin Gigovic das 1:0. Sekundenbruchteile später lag der Ball trotzdem im Netz, diesmal neben ihm. Dreimal.

Hediger preist den einzigen gewinner des abends
Trainer Dennis Hediger schüttelte nach Abpfiff nur den Kopf. „Der FCZ und der Schweizer Fussball können sich glücklich schätzen“, sagte er, während hinter ihm die Berner YB-Fans „Wir sind die Meister“ skandierten. Gemeint war Huber, 21, der Gigovics Hammer noch umkurvte, bevor der Schuss im Drehwurm landete. Ein Spieler liefert ab, das Team kassiert trotzdem.
Die Zahlen sind hart: acht Punkte Rückstand auf die Berner, Tabellenplatz acht, zwölf Spiele ohne Sieg auswärts. Die Young Boys schossen dreimal, trafen dreimal – und das, obwohl der FCZ in der ersten Halbzeit sogar mehr Ballbesitz hatte. Doch Ballbesitz zählt nur, wenn er Tore erzeugt. Stattdessen war es Michel Aebischer, der nach einem Konter einschob, dann Christian Fassnacht per Kopf und schließlich Gigovic mit dem abgefälschten Schuss ins lange Eck.
Huber? Er blieb lange liegen, nach der Parade gegen Gigovic. Die Berner Kurve pfiff respektvoll. „Solche Tage machen Torhüter groß“, sagte Hediger. Was er verschwieg: Solche Tage lassen Vereine kleiner wirken.
Die Saison ist noch lang, aber der Abstand zur internationalen Ränge wächst. Nächste Woche wartet St. Gallen. Dann muss Huber erneut fliegen – und diesmal müssen seine Vorderleute treffen. Ohne Tore wird selbst der beste Keeper zum Statist.
