Hsv kämpft sich zu einem punkt: augsburg-remis trotz platzverlusts
Ein Kraftakt im Volksparkstadion! Der Hamburger SV hat am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg ein hart erkämpftes 1:1 gefangen – und das trotz einer mehr als halben Stunde Unterzahl. Ein frühes Tor der Gäste und ein später Platzverweis sorgten für Nervenkitzel, doch die Hanseaten bewiesen Moral und Einsatz.
Die erste halbzeit: augsburg eiskalt, dahmen hält
Die Partie begann für den HSV alles andere als ideal. Arthur Chaves ließ die Augsburger in der 22. Minute in Führung, nachdem Marius Wolf eine scharfe Flanke geliefert hatte. Das Team von Merlin Polzin fand zunächst nicht ins Spiel, während der FCA sich mit wenigen, aber gefährlichen Angriffen auf eine Führung konzentrierte. Finn Dahmen, der Augsburger Torhüter, war in der ersten Halbzeit eine wahre Mauer und parierte nicht nur einen Freistoß von Miro Muheim (37.), sondern auch einen direkten Schuss von Philip Otele (39.). Ein knapp verfehlter Kopfball von Glatzel (44.) verdeutlichte die Schwierigkeiten der Hamburger im Angriff.

Königsdörffer gleicht aus, muheim sieht rot
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der HSV den Druck, und Ransford-Yeboah Königsdörffer belohnte die Bemühungen mit dem Ausgleichstreffer in der 60. Minute. Doch die Freude währte nur kurz. Nur vier Minuten später sah HSV-Kapitän Miro Muheim nach einem unglücklichen Foulspiel gegen Anton Kade die rote Karte. Eine Entscheidung, die aufgrund der umstrittenen Einladung von Schiedsrichter Deniz Aytekin, die auf ein Geständnis von Gregoritsch bezüglich eines vorherigen Fouls zurückzuführen war, für zusätzliche Kontroverse sorgte.

Verteidigung gegen angriff – und ein pfostenschuss
In Unterzahl kämpften die Hamburger mit Leidenschaft und zeigten eine beeindruckende Defensivleistung. Ein Pfostenschuss von Vuskovic (63.) ließ kurz Hoffnung aufkeimen, während ein weiterer Pfostentreffer von Gregoritsch (74.) das Pech der Hamburger unterstrich. Trotzdem gelang es dem HSV, die Führung der Gäste zu verhindern und in der Schlussphase sogar noch eigene Chancen zu kreieren.
Was bedeutet das für den HSV? Der Punktgewinn ist zwar ein Lichtblick im Abstiegskampf, doch die kommenden Aufgaben sind alles andere als einfach. In den verbleibenden sechs Spielen müssen die Hanseaten gegen starke Europacup-Anwärter bestehen und dabei ohne Unterstützung der eigenen Fans auskommen, da nur zwei Spiele im Volksparkstadion anstehen. Ein schwieriges Restprogramm für den HSV, der nun vor allem auf seine mentale Stärke zählen muss.
