Hsv darf muheim gegen bremen planen – sperre endet vor dem derby
Miro Muheim darf wieder mitspielen – und genau das ist für den HSV Gold wert. Das DFB-Sportgericht reduzierte die Sperre nach seiner Notbremse gegen Augsburg auf nur ein Spiel. Folge: Der Schweizer fehlt zwar am Sonntag beim VfB Stuttgart, steht Trainer Christian Titz aber zwei Wochen später im Nordderby bei Werder bremen wieder zur Verfügung.

Der linksverteidiger zählt zur ersten garde der hanseaten
Muheim ist kein Ersatzspieler, er ist Stammkraft. In dieser Saison lief er bereits als Ersatzkapitän auf, lenkt die linke Seite, schaltet sich in die Offensive ein und bringt die nötige Aggressivität mit, die der HSV in heißen Phasen braucht. Ohne ihn wirkte die defensive Achse gegen Augsburg nach der 78. Minute instabil. Die Folge war das späte 1:1, das die Rothosen weiter im Mittelfeld festnagelt.
Die eine Spiel-Sperre ist ein kleiner Sieg für die Rechtsabteilung des Vereins. Das Video zeigt: Muheim trifft den Gegner leicht mit dem Knie, hält aber auch den Ball. Kein brutales Foul, aber eine klare Notbremse. Die Argumentation des HSV stützte sich auf die geringe Intensität – und wurde gehört.
Nun richten sich alle Blicke auf das Weserstadion. Die letzte Begegnung dort endete 2:2 mit späten Toren auf beiden Seiten. Muheim war damals einer der Aktivposten, presste bis zur 96. Minute. Mit ihm zurück gewinnt der HSV an Druck. Ohne ihn wäre die linke Seilecke gegen Bremens schnelle Außen um Justin Njinmah ein offenes Tor gewesen.
Die Statistik spricht für sich: Mit Muheim kassiert der HSV im Schnitt 0,7 Tore weniger pro Spiel. Die Flankenquote steigt um 12 Prozent, wenn er die Seite hochläuft. Kleine Zahlen, große Wirkung. Trainer Titz wird seine Aufstellung nun nicht mehr umstellen müssen.
Ein Spiel Pause, dann volle Power. Für Muheim ist das eine kurzweilige Pause. Für den HSV ist es die Gewissheit, im Derby nicht auf den Schweizer verzichten zu müssen. Das rettet Punkte – und vielleicht die Saison.
