Hsg varel verliert routiniers: schwolow und vorontsov beenden ihre karrieren
Ein herber Schlag für die HSG Varel: Mit Tobias Schwolow und Evgeny Vorontsov verlassen zwei erfahrene Spieler den Drittligisten im Sommer. Das Duo, das bereits in Wilhelmshaven gemeinsam in der 2. Handball-Bundesliga spielte, verabschiedet sich vom Leistungshandball – ein Verlust, der dem Verein spürbar weht.

Doppelschlag im vareler team: abschied von zwei säulen
Tobias Schwolow, der im vergangenen Jahr von Wilhelmshaven nach Varel kam und zuvor auch bei Eintracht Hagen sein Können unter Beweis stellte, hinterlässt eine Lücke. "Seine Erfahrung aus vielen Jahren im leistungsorientierten Handball sowie seine ausgeprägte Wurfkraft brachten sofort zusätzliche Qualität in das Spiel der HSG ein", so der Verein in einer Mitteilung. Geschäftsführer Christoph Deters ergänzt: "Seine Wurfgefahr einmal im eigenen Team zu wissen, war schon ein tolles Gefühl." Der Abschied von Schwolow ist somit ein Verlust an taktischer Flexibilität und spielerischer Reife.
Noch emotionaler ist der Abschied von Evgeny Vorontsov, einem gebürtigen Vareler, der den Verein nun nach langer Zeit verlässt. Seine Handball-Reise führte ihn von der Jugend des SC Magdeburg über den VfL Edewecht, den Wilhelmshavener HV und den OHV Aurich bis hin zur Daikin Handball-Bundesliga mit TUSEM Essen. Vorontsov steht für Konstanz und Einsatzbereitschaft. "Evgeny hat über viele Jahre hinweg bewiesen, wofür er steht: Erfahrung, Verlässlichkeit und absoluten Einsatz für seine Mannschaft. Er ist seinen Weg konsequent gegangen und hat sich dabei nie verloren. Dass er seine Karriere dort beendet, wo sie einst begonnen hat, ist ein starkes Zeichen – und sportlich wie menschlich ein Gewinn für unseren Verein", betont Deters.
Der Weggang beider Spieler stellt die HSG Varel vor die Herausforderung, frische Kräfte zu integrieren und die entstandene Erfahrungslücke zu schließen. Die Suche nach geeigneten Nachfolgern beginnt bereits, doch die Handschuhe, die Schwolow und Vorontsov hinterlassen, sind schwer zu füllen. Die Fans des Vereins dürfen gespannt sein, wie die Mannschaft sich an die neue Situation anpassen wird und welche neuen Spieler die Chance erhalten, sich in der 3. Liga zu beweisen.
Die Abgänge verdeutlichen zudem den stetigen Wandel im Profisport, in dem Spieler kommen und gehen und neue Kapitel aufgeschlagen werden. Für Schwolow und Vorontsov beginnt nun ein neues Kapitel außerhalb des Leistungsbereichs, während die HSG Varel sich neu aufstellt und die Zukunft in Angriff nimmt.
