Hozono global jairis zerreißt leganés und zieht als dritter halbfinalist ein
Drittes Halbfinale-Ticket geklärt, zweites Debakel für Leganés. Hozono Global Jairis stampfte am Donnerstag die Hoffnungen von Innova-TSN mit einem 72:56 in den Boden und schaute schon zur Pause in Richtung Medaille. Der Viertelfinal-Kracher wurde zur Demonstration der Murcianerinnen, die innerhalb von zehn Minuten eine 30-Punkte-Ausladung kreierten und danach nur noch das Tempo drosselten.
Aina ayuso und àngela mataix starten mit dem turbo
Der Sprintstart war Programm. Beide Teams wollten rennen, doch nur eine Mannschaft fand die richtige Schrittfolge. Ayuso diktierte das erste Viertel, Mataix schoss sich in Ekstase – zehn Punkte in sieben Minuten, 47:27 nach 20 Minuten. Leganés? Zu viel Tempo, zu wenig Treffer. 2/21 von jenseits der Dreierlinie, dazu frühe Fouls an Driessen und eine komplett vernebelte Sangare. Trainer Javier Fort stemmte die Hände in die Hüften, sah dem Treiben hilflos zu.
Morgan Bertsch lieferte die Zahlen, die am Ende die Statistik füllen: 14 Punkte, 9 Rebounds, 19 Wertungspunkte. Doch der Eindruck zählt. Die US-Forward riss mit fünf Punkten in Serie den Faden, an dem Leganés sich festhielt, und schnitt ihn ab. Der Vorsprung sprang auf 23, die Gäste taumelten in die Kabine – mit der Gewissheit, dass der Zug abgefahren war.

Zweite hälfte wird zur formsache
Trainer Bernat Canut drehte nach der Pause nur noch an der Lautstärke, nicht am Konzept. Seine Rotation ließ die Uhr laufen, erlaubte sich Spielminuten für die Bank und ließ Girona-Scout Augen auf Dodson und Sangare werfen, die nun endlich trafen. Doch der Körper der Madrileninnen hatte schon aufgehört zu kämpfen. Dreier fielen weiter ins Nichts, Rebounds sprangen zur gegnerischen Hand. Erst ein 8:2-Schlussspurt kaschierte die klare Angelegenheit.
Für Jairis geht es am Samstag um 20 Uhr im Teledeporte-Livestream gegen den Sieger des Duells Perfumerías Avenida – Spar Girona. Die Titelverteidigerinnen wollen zurück in die Endspiel-Runde, und nach diesem Auftritt glauben sie wieder an die eigene Schnelligkeit. Leganés dagegen packt die Koffer, ohne je richtig angekommen zu sein.
