Höj elite kämpft um das überleben: lindberg & co. vor abstieg?
Kolding – Die dänische Handball-Szene hält den Atem an: HÖJ Elite, ein Team mit Stars wie Hans Lindberg und Michael Damgaard, steht vor dem Abgrund. Der ambitionierte Start in die Saison scheint in weite Ferne gerückt, und der drohende Abstieg in die 2. Liga ist Realität geworden. Till Klimpke, ein wichtiger Baustein des Teams, spricht im Exklusiv-Interview mit handball-world über die Krise, die Relegation und seine eigene Zukunft.
Die relegation gegen kolding: angst oder zuversicht?
Am Sonntag trifft HÖJ Elite im ersten Teil der Relegation auf den Zweitligisten Kolding IF. Klimpke wirkt trotz der angespannten Lage gelassen. „Körperlich sind wir noch ganz gut, da die deutsche Liga gerade erst in den Endspurt geht. Natürlich ist da Anspannung, aber ich vertraue meiner Mannschaft. Wenn wir unsere normale Leistung bringen, sollte nichts anbrennen“, so der Rückraumspieler. Die Frage, ob er dennoch Angst vor dem Abstieg hat, beantwortet er mit einem klaren „Nein. Wir haben die letzten Spiele unsere normale Leistung gebracht. Das müssen wir wieder abrufen.“

Ein überraschend schwieriges jahr: was schiefgelaufen?
Die Erwartungen vor der Saison waren hoch, doch HÖJ Elite enttäuschte. Klimpke räumt ein, dass die Mannschaft die Liga möglicherweise unterschätzt hat. „Ich muss ehrlich sagen, ich habe nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht. In Dänemark läuft es sehr schnell, wenn man nicht aufpasst.“ Es war nicht nur die handballerische Leistung, die zu kämpfen hatte, sondern auch die mentale Stärke. „Es war eher ein psychologisches Problem, mit dem wir zu kämpfen hatten, wenn man ein Spiel nach dem anderen verliert.“

Die zukunft von klimpke und die frage nach andersson
Die Zukunft von Trainer Lasse Andersson ist ebenfalls ein heiß diskutiertes Thema. Klimpke betont, dass dies im Team keine große Rolle spielt. „Wir fokussieren uns auf die zwei Spiele gegen Kolding. Das ist neu für uns: Ein Zweitligist, der wahrscheinlich sehr euphorisch in die Spiele startet.“ Auch in Bezug auf seinen eigenen Vertrag rätselt Klimpke. „Ich weiß gar nicht, ob da eine Ausstiegsklausel ist. Für mich gibt es keinen Grund, den Verein zu verlassen – auch wenn es die 2. Liga sein müsste. Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass wir nächste Saison nicht in der 2. Liga spielen werden.“
Die Ausgangslage ist klar: HÖJ Elite braucht in der Relegation mindestens drei Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern. Ein Sieg und eine Niederlage würden ein dramatisches Entscheidungsspiel am 10. Mai bedeuten. Ob die Stars um Lindberg und Damgaard die Wende schaffen können, wird sich zeigen. Die Zeit drängt.
