Hitzewellen in Deutschland: Temperaturen ungewöhnlich hoch
In weiten Teilen Deutschlands herrschen seit Tagen Hitzewellen, mit Temperaturen regelmäßig über 30 Grad. Die Süddeutsche Zeitung analysiert, wie ungewöhnlich die aktuellen Temperaturen für diese Jahreszeit sind und vergleicht sie mit historischen Daten.
Datenvergleich und Einordnung
Die Analyse basiert auf Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in verschiedenen Landkreisen. Orangene und rote Punkte auf der Karte zeigen, dass es im Tagesverlauf ungewöhnlich warm wird. Statistisch gesehen trat es zwischen 1991 und 2020 nur an jedem fünften Tag zu dieser Zeit des Jahres zu ähnlichen oder höheren Temperaturen.

Vergleich mit historischen Daten
Die heutige Maximaltemperatur wird mit den Höchstwerten der sieben Tage vor und nach dem jeweiligen Tag aus den Jahren 1991 bis 2020 verglichen. Temperaturen, die seltener als an jedem fünften Tag erreicht werden, werden als ungewöhnlich warm eingestuft. Ungewöhnlich kalte Tage sind solche, an denen die Höchsttemperatur niedriger liegt als an vier von fünf Tagen.

Entwicklung der Temperaturen in den letzten 30 Tagen
Eine Grafik zeigt die Entwicklung der Tageshöchsttemperaturen an den vergangenen 30 Tagen. Orange Punkte kennzeichnen Temperaturen, die in den letzten Jahrzehnten nur selten erreicht wurden, während blaue Punkte niedrigere Tageshöchsttemperaturen symbolisieren.
Bilanz der letzten sieben Tage
Eine Karte zeigt die Entwicklung der Temperaturen der letzten sieben Tage. Je kräftiger ein Punkt eingefärbt ist, desto mehr Tage fielen ungewöhnlich warm oder kalt aus. In vielen Regionen waren bis zu sechs der letzten sieben Tage ungewöhnlich warm, während an einigen Stationen vergleichsweise kalte Tage auftraten. Tage mit Temperaturen von 30 Grad oder mehr werden als Hitzetage bezeichnet.