Hitzegelände tour de france 2026: van baarle kritisiert organisatoren scharf!
Die Tour de France 2026 wird von einer ungewöhnlichen Herausforderung überschattet: extremer Hitze. Während die Fahrer sich abmühen, die Strapazen zu überstehen, regt sich offene Kritik an den Organisatoren. Dylan van Baarle hat in deutlichen Worten seine Unzufriedenheit geäußert – und fordert konkrete Maßnahmen.

Die bedingungen: eine tortur für die fahrer
Die ersten Etappen der diesjährigen Tour de France waren von Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius geprägt. Tom Pidcock beschrieb sein Gefühl nach der Bergankunft in Les Angles schlichtweg als „gekocht“. Die Teams tun ihr Bestes, um die Athleten mit Eis und ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, doch die Belastung ist immens. Matteo Trentin betonte gegenüber Wielerflits, dass die Hitze „ungesund“ sei und die Gesundheit der Fahrer in Gefahr gerate. „Es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns alle zusammensetzen und besprechen, wie wir in Zukunft damit umgehen“, so der Routinier.
Van Baarle schlägt Alarm: „Unverantwortlich!“ Der niederländische Sprinter Dylan van Baarle (Soudal Quick-Step) äußerte sich gegenüber NOS äußerst kritisch zur Organisation ASO. „Wir haben zwar ein Hitzeprotokoll, aber ich glaube, es liegt irgendwo weit weg in einer Ecke“, so van Baarle. Er stellt die Regelkonformität in Frage und fordert drastische Maßnahmen: „Auf jeden Fall die Etappen verkürzen. Wir können bei dieser Hitze zwar immer noch zwei bis drei Stunden fahren, aber irgendwann ist auch kein Wasser oder Eis mehr im Fahrzeug. Nach zwei bis drei Stunden ist das wirklich unverantwortlich.“
Die ASO reagierte bisher nur mit geringfügigen Anpassungen. So wurde für die 5. Etappe angekündigt, dass die Fahrer ab Kilometer zehn bis ins Ziel mit Trinkflaschen versorgt werden dürfen – eine Maßnahme, die normalerweise nicht bis zum Ende der Teilstrecke gilt. Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) gab nach der 4. Etappe selbst zu Protokoll, dass er mit Kopfschmerzen ins Rennen gegangen sei und das Gelbe Trikot bereitwillig an Torstein Träen (Uno-X Mobility) abgab.
Die bevorstehende Etappe in die Pyrenäen, inklusive des legendären Col du Tourmalet, verspricht erneut eine Zerreißprobe zu werden. Ob die Organisatoren nun umziehen und die Etappen anpassen, bleibt abzuwarten. Die Fahrer haben jedenfalls deutlich gemacht, dass die aktuelle Situation nicht länger hingenommen werden kann. Die Tour de France muss ihre Verantwortung für die Gesundheit der Athleten wahrnehmen – bevor es zu einem ernsthaften Zwischenfall kommt.
