Hertha bsc kassiert späten schock: morgalla stoppt berliner aufstiegs-traum in der 91. minute
Der Jubel war verrissen, das Olympiastadion erstarrt. Hertha BSC hatte sich schon auf Platz drei geräkelt, da traf Leandro Morgalla in der 91. Minute zum 1:1 – und riss die Berliner zurück in die Realität der 2. Bundesliga.
Dawid Kownacki hatte am Samstagabend seinen 29. Geburtstag mit einem Elfmeter gefeiert, doch der Gäste-Deckel versaute die Party. Die Pleite: Hertha liegt nun sieben Punkte hinter Relegationsplatz drei, die Saison rutscht weg.
Die szene, die alles zerstört
Die Ecke kam spät, zu spät. Bochums Verteidiger stieg unbedrängt hoch, sein Kopfball zappelte im Netz. Die Berliner Defensive stand wie angewurzelt – keine Hand, keine Stimme, nichts. Was wie ein Sieg schmeckte, wurde binnen Sekunden zur Tragödie.
Pal Dardai war nach dem Schlusspfiff mit den Nerven runter. „Wir haben nicht clever genug verteidigt“, sagte er, während hinter ihm die ersten Pfiffe durch die Katakomben grollten. Die Fans hatten ihre Mannschaft gefühlt über die Zeit gekreischt, doch genau in dieser Zeit schlug Bochum zu.

Die tabelle lügt nicht
Sechs Spiele, sieben Punkte Rückstand – das ist kein Rückstand mehr, das ist eine Kluft. Die Konkurrenz aus Elversberg gewinnt nebenbei, während Hertha nur noch Remis produziert. Die Erkenntnis: Ohne spielentscheidende Individualaktionen bleibt die Mannschaft ein Mittelstücker.
Statistik, die weh tut: Hertha holte aus den letzten fünf Partien nur fünf Punkte. Das ist Aufstiegs-Form nur im unteren Tabellendrittel. Die morgige Analyse wird wehtun – und die Frage nach der Personalplanung für die neue Saison lauter werden.
Der Blick nach vorn? Theoretisch noch zwölf Punkte zu holen, praktisch muss Hertha jetzt auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Realistischer ist der Blick nach unten: Nur acht Punkte trennen die Berliner vom Relegations-Abstiegsplatz. Die Saison ist längst nicht mehr nur nach oben offen.
