Helden der piste geehrt: polizei feiert 70 jahre sicherheit

Moena, Italien – Ein Fest der Anerkennung und Erinnerung: Anlässlich des 70. Jahrestags der Tätigkeit des Centro Coordinamento Servizi di Soccorso Alpino der italienischen Polizei wurden heute in Moena verdiente Athleten und engagierte Polizisten gewürdigt. Die Feierlichkeiten, an denen hochrangige Vertreter teilnahmen, würdigten nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch den unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit in den Alpen.

Ein vermächtnis, das bis 1956 zurückreicht

Ein vermächtnis, das bis 1956 zurückreicht

Die Wurzeln dieser besonderen Polizeieinheit reichen zurück zu den Olympischen Winterspielen von Cortina d’Ampezzo 1956, wo Polizisten erstmals für die Sicherheit auf den Skipisten und die Unterstützung bei sportlichen Veranstaltungen zuständig waren. So entstand der Ruf als „Engel der Schneewehen“ – ein Beiname, der bis heute Bestand hat und den unermüdlichen Einsatz der Beamten widerspiegelt.

Neben dem Präfekten Vittorio Pisani, der als Generaldirektor der öffentlichen Sicherheit fungiert, waren auch Giovanni Malagò, Präsident der Stiftung Milano Cortina, und Marco Giunio De Sanctis, Präsident des Italienischen Paralympischen Komitees, anwesend. Die Zeremonie bot die Gelegenheit, die Entwicklung dieser Spezialisierung über die Jahrzehnte hinweg nachzuvollziehen – ein Modell, das sich stetig weiterentwickelt hat und heute eine bedeutende Präsenz des Staates in den Bergregionen darstellt.

Besondere Ehrungen für die „Fiamme Oro“

Ein Höhepunkt der Feier war die Würdigung der Athleten des „Gruppo sportivo Fiamme Oro“, die bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Milano Cortina glänzten. Sie trugen maßgeblich zu den sieben gewonnenen olympischen Medaillen und drei paralympischen Medaillen bei, die Italien insgesamt errang. Präfekt Pisani betonte dabei, dass der Wert der „Fiamme Oro“ weit über sportliche Erfolge hinausgeht. Es geht um die Werte, die sie durch den Sport vermitteln, insbesondere in Jugendzentren und in Projekten für benachteiligte Gemeinschaften – den sogenannten „Palestre della legalità“ (Fitnessstudios der Legalität).

„Der Opfermut und die Hingabe im Dienst verdienen nicht nur formelle Anerkennung, sondern etwas Wertvolleres: die menschliche Dankbarkeit“, so Pisani. „Denn sollten wir die Bedeutung des täglichen Engagements aller vergessen, würden wir unsere Verwaltung verarmen und ihre Fähigkeit, den Bürgern zu dienen, schwächen.“

Als bewegender Rahmenpunkt wurde auch ein Denkmal für die gefallenen Polizisten enthüllt und ein Konferenzraum nach Assistenzkapo Koordinador Werner Degiampietro benannt, der tragischerweise im April verstorben war. Die Flagge der Polizei wurde mit der goldenen Medaille für zivilen Mut und Verdienst ausgezeichnet, eine Anerkennung für ihre herausragende Arbeit im Bereich der Bergrettung.

Die Feierlichkeiten in Moena waren mehr als nur eine Gedenkveranstaltung – sie waren ein Ausdruck des Respekts für den unermüdlichen Einsatz der italienischen Polizei im Dienste der Sicherheit und des Wohlbefindens der Bürger in den Alpen.