Heidenheim: verdienter punkt, aber die misere geht weiter!
Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Heidenheim trennten sich am Donnerstagabend mit einem 2:2-Unentschieden. Für die Mannschaft von Frank Schmidt war es bereits das 15. Spiel in Serie ohne Sieg, doch die Leistung ließ auf mehr hoffen. Ein Teufelskreis, der die Ostälbler immer tiefer in die Abstiegssorgen treibt.

Der kampfgeist war da, die chancen nicht
Die Heidenheimer zeigten von Beginn an Moral und Einstellung. Trotz zweimaliger Rückstände, zunächst durch Youngster Mohya in der 16. Minute, kämpften sie sich zurück ins Spiel. Patrick Mainka sorgte dann mit einem Kopfballtor für den Ausgleich (26.). "Dann müssen wir schon vor der Halbzeit mit den Chancen, die wir haben, in Führung gehen. Das ist uns nicht gelungen", bedauerte Schmidt.
Die zweite Hälfte gehörte dann weitgehend den Gästen. Marnon Busch brachte Heidenheim in Führung (64.), doch wie so oft in dieser Saison war die Freude nur von kurzer Dauer. Honorat gelang für Gladbach der Ausgleich (74.).
„Da kriegen wir zwei solche Kuller-Tore. Irgendwie auch bezeichnend für unsere Situation. Das tut dann weh“, klagte FCH-Kapitän Patrick Mainka. Er sprach eine bittere Wahrheit aus: Die Abwehrarbeit ist Mangelware, die Chancenverwertung unzureichend.
Trainer Frank Schmidt zeigte sich dennoch nicht völlig unzufrieden: "Ich finde, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben und, glaube ich, auch mehr verdient gehabt hätten, das Spiel zu gewinnen.“ Allerdings räumte er ein, dass die vielen individuellen Fehler die Ursache für die Misere sind.
Die Tabelle lügt nicht: Mit lediglich 16 Punkten sind die Heidenheimer weit abgeschlagen und kämpfen gegen den Abstieg. Die Hoffnung schwindet, doch Schmidt will den Blick nach vorne richten: „Unser Weg geht mutmaßlich in die zweite Liga, da machen wir den Menschen nichts vor. Aber damit beschäftigen wir uns nicht, sondern mit den Aufgaben.“
Die kommende Aufgabe ist Union Berlin. Ein Sieg ist Pflicht, doch die Ausgangslage ist denkbar schwierig. Die Frage ist: Kann Heidenheim seine Chance nutzen oder geht die Serie unaufhaltsam weiter?
